Ägyptische Götter A-L

Die Götterwelten prägten in Religion und Mythologie
das altägyptische Leben

Götter im alten Ägypten

Die wichtigsten Gottheiten der ägyptischen Antike

Im gesamten Zeitraum der altägyptischen Epochen war die ägyptische Gesellschaft mit der Vielzahl ihrer Götterwelten sehr religiös und strenggläubig. Das spiegelte sich im Alltag der Bevölkerung genauso wieder, wie in der Politik und in der höfischen Gesellschaft der Pharaonen, die selbst wie Götter auf Erden waren. Die göttlichen Darstellungen waren meist mehrgestaltig. Es gab nicht nur Götter in Menschengestalt, sondern auch Tiere aus der ägyptischen Natur und auch Fabelwesen aus Mensch und Tier. Neben den männlichen Göttern gab es auch eine Vielzahl weiblicher Götter  Die antike Religion der Ägypter beherrschte das Leben der Menschen über 5000 Jahre und war stark  geprägt von der polytheistischen Religion der Götterwelten. Über die unterschiedlichen Epochen gab es sogar regionale Götter. Die gesamte Kulturgeschichte der ägyptischen Antike, wie wir sie heute als Ägypten-Urlauber erleben können, war maßgeblich von der Religion mit seiner komplexen Götterwelt  geprägt  Erst in der römischen Besatzung und der Einführung des Christentums wurde der ägyptische Götterkult im 4. Jahrhundert nach Christus verboten.
In den zahlreichen Tempeln, die im ganzen Land von Ober- und Unterägypten verstreut sind, begegnet man noch heute den vielen Darstellungen der ägyptischen Götterwelt. Wer die wichtigsten Götter waren, oder wie sie aussehen und wie sie dargestellt wurden, stellen wir hier in einer kleinen Liste, die Götter vor, die die ägyptische Kultur so geprägt haben.

Ammit

Alte ägyptische Göttin die ursprünglich in der frühen Mythologie eng mit dem Schutz der Pharaone verbunden war und noch in menschengestaltige Göttin dargestellt wurde, die auch als schützende Gefährtin des Osisris nicht ohne Bedeutung war. Seit etwa der 18.Dynastie ergibt sich ein völlig anderes Bild dieser Göttin. Ammit (auch Ammut ; Fresserin, Verschlingerin der Herzen; ‚Amet mut‘; ) ist jetzt eine Jenseitsgöttin und Dämonin die immer stärker auf den Totenpapyri erscheint. Nach dem Totengericht verfolgt sie jetzt das „Wiegen des Herzens“ Wenn das sündenvolle Herz des verstorbenen schwerer ist als die Feder der Göttin Maat bekommt Ammit das Herz zum verschlingen. Der verstorbene erleidet somit seinen „zweiten Tod“ und eine Wiedergeburt ist ausgeschlossen. Ammit war daher ein sehr gefürchtetes Unwesen. In der Darstellung erscheint die Jenseitsgöttin Ammit immer als ein Mischwesen mit einem Krokodilkopf und einer Löwenmähne, mit der Brust und den Vorderläufen einer Raubkatze und dem Hinterteil eines Nilpferdes. 

Bild 1 und 2: Detaildarstellungen auf einem Papyrus vom Totengericht. Ammit als „Verschlingerin der Herzen“ wird häufig auch wartend auf einem Podest dargestellt. Bild 2: zeigt die relativ seltene Darstellungsform der Weiblichkeit mit dem Gesäuge der Dämonin Ammit. Papyrus aus der Frühptolemäischen Zeit etwa 320 v. Chr. Ägyptisches Museum Berlin. Bild 3: Grafische Detaildarstellung vom Totengericht. Neben Anubis wartet Ammit auf das Urteil beim „Wiegen des Herzens“. Mumifizierungsmuseum Luxor, Ägypten.

Amun

Vom Alten Reich bis etwa 2000 Jahre v. Chr. war Amun im thebanischen Raum ein fast unbedeutender Lokalgott, dann stieg er ab dem Neuen Reich allerdings auf zum überragenden König der Götter, wurde zum Schöpfer und Erhalter der Welt. In dieser Zeit wurde er mit Re  zum  Amun-Re vereinigt. In seinen Darstellungen trägt er eine Doppelkrone aus Federn als Kopfschmuck,.die ihn auch als Windgott symbolisieren. In Tiergestalten wird er auch als Mensch mit Widderkopf oder als Widder dargestellt

Bild 1: Das abgebildete Relief auf einem Obelisk im Karnak Tempel zeigt die Pharaonin Hatschepsut in der Tracht eines männlichen Herrschers kniend vor ihrem göttlichen  Vater Amun-Re, der Schutz, Segen und Lebenskraft auf seine Tochter ausströmen läßt. Bild 2: Detail einer Statue von Amun Re im Karnak – Tempel in Luxor. Bild 3 und 4: Amun – Darstellungen im Hatschepsut Tempel im Deir el Bahar.

Amset

Amset war einer der vier Horussöhne, die zu den Kanapengötter gehören. Seine Eltern waren Gott Horus der Ältere (Haroeris) und die Göttin Isis. Während seine Geschwister eine tierische Gestalt haben war Amset menschlich dargestellt und bis ins Mittlere Reich auch weiblich.
Siehe auch > Horussöhne – Kanopengötter.

Anubis

Im alten Ägypten war Anubis der bedeutenste Totengott, er begleitete die Toten in die Unterwelt und war verantwortlich für die heilige Funktion der Mumifizierung.
Nach dem Osirismythos ist Anubis eine Sohn des Osris mit dessen Schwester Nephthys. Dargestellt wird Anubis als schakalköpfige Menschengestalt. Wird auch als bewachender schwarzer schakalartiger Hund dargestellt, der u.a. auch Grabkammern bewacht.
Anubis war in der ägyptischen Kultur eine sehr beliebte und weitverbreitete Gottheit.

Bild 1 Anubis

Bild 1: Anubis auf einer Wandmalerei im Grab des Menna. Er war ein hoher Beamter in der Regierungszeit von Amenhotep III. (18. Dynastie im Tal der Noblen im TT69).

Aton
Die Gottheit Aton hatte keine menschliche oder tierische Erscheinungsform. Aton wurde als einfache Sonnenscheibe dargestellt, dessen Strahlen herab fallen. An den Strahlenenden befinden sich meist Hände. Statt den Händen wurden zweitweilig auch, wie auf den Fotos zu erkennen, das Symbol des Ankh dargestellt. Unter Echnaton wurde Aton zum Hauptgott in einer monotheistischen Religionskultur. Das war eine Revolution in seiner Regierungszeit, die Umkehr zu alten religiösen Traditionen folgte direkt nach seinem Tode.

Bild 1: Hausaltar: Echnaton, Nofretete und drei Töchter unter dem Strahlen-Aton.Neues Reich, 18. Dynastie um 1345 v. Chr., Ägyptisches Museum Berlin. Bild 2: Altar Stele mit der königlichen Familie von Echnaton mit Gemahlin und den Kindern unter den Strahlen des Aton aus der Amarna Periode 1351 – 1334 v. Chr., Ägyptisches Museum in Kairo.

Bes

Bes gehört zu den Zwerggöttern, die seit der 12. Dynastie im Mittleren Reich bekannt sind und in den folgenden Dynastien immer mehr an Beutung gewonnen haben. Auffallend ist seine Darstellungsform. Er wird stets von vorne gezeigt als knubblige, kurzbeinige Fabelfigur mit einem großen Kopf. Die für Ägypten etwas untypische Darstellung des Gottes Bes läßt die Vermutung aufkommen, dass er aus dem Sudan stammt und nubische Wurzeln hat.
Bes galt als Schutzgottheit, sein fratzenhaftes Gesicht sollte böse Geister und Mächte abschrecken. Er war auch Schutzgott der Schwangeren und Gebärenden, war bei den Geburten dabei, schützte Kinder, und vermutlich auch die sexuelle Manneskraft.

Bild 1: Prachtvolle Darstellung von Bes als Relief in der Tempelanlage von Dendera (2016), Bild 2: Detailansicht eines Weingefäßes in der Gestalt des Gottes Bes, bemalte Keramik aus der 18. Dynastie um ca. 1360 v. Chr. Ägyptisches Museum Berlin.

Chepre

Chepre ist eine altägyptische Gottheit, die den Sonnenaufgang und die Morgensonne symbolisiert. Gott Chepre (altägyptisch Cheper, Chepri,: ‚der von selbst entstand‘ ) wird meist als Skarabäus (Mistkäfer-Art) dargestellt und in einer seltenen Variante auch in Menschengestalt mit einem Skarabäus als Kopf. Als gute Naturbeobachter verbanden die Ägypter den Skarabäus als ein Symbol der Selbstschöpfung. Aus der riesigen Mistkugel die der Skarabäus für seinen Nachwuchs vor sich herrollt und in der Erde verschwinden läßt, schlüpfen neue Käfer und steigen aus der Erde heraus. Der Skarabäus ist scheinbar „von selbst“ entstanden, ganz ohne Zeugungsakt. Im übertragenen Sinn glaubte man, die Sonne verschwindet am Abend in der Erde und kehrt am Morgen aus ihr hervor und dafür stand verantwortlich die Gottheit Chepre.
Auch bei der Mumifizierung spielte der Skarabäus eine sehr bedeutende Rolle. Dem verstorbenen wurden bei der Mumifizierung bis auf das Herz alle Organe entnommen. Chepre beschützte hier das verbliebene Herz. In der Lage des Herzens wurde ein Herzskarabäus als großes Amulett in die Mumienbinden eingewickelt. Gott Chepre steht hier für die Lebenskraft und der Selbsterneuerung. Auch unter den Lebenden war der Skarabäus im gleichen Sinn ein bedeutendes und sehr beliebtes Glückssymbol im Volk, wie auch in der pharaonischen Gesellschaft.

Bild 1: Detail von der Mitte der Eingangsdekoration zum Grab von Siptah. In der gelben Sonnenscheibe ist Gott Re abgebildet in seiner Erscheinungsform als morgentlicher Chepre (Skarabäus) und als Mensch mit Widderkopf in nächtlicher Gestalt. Re verwandelt sich bei Eintritt in die Unterwelt als Sonnengott in einen Menschen mit Widderkopf. Bild 2: Detailabbildung von der Decke im Tempel von Dendera mit dem geflügelten Chepre und den astronomischen Darstellungen. Bild 3: Geflügelter Chepre im Tempel von Kom Ombo. Bild 4: Statue von Chepre mit der Sonnenscheibe und der Uräusschlange. Nubisches Museum, Assuan

Chnum

Chnum ist eine altägyptische Gottheit in menschengestalt mit einem Widderkopf, die schon seit dem Alten Reich bekannt ist. In der mythologischen Bedeutung war Chnum der Schöpfergott, der auf seiner Töpferscheibe Götter, Menschen Tiere und Pflanzen erschuf. Er war aber auch ein Fruchtbarkeitsgott, der mit seiner Frau Heket (Göttin der Geburt) auch Herr über Zeugung und Geburt war. Ab dem Neuen Reich war Chnum auch der Schutzgott von Elephantine und den Regionen um den 1. Katarakt, weshalb er in Nubien auch als „Herr des Kataraktes“ galt. Chnum wurde in Oberägypten stärker verehrt als in Unterägyten.

Bild 1: Riesiges Wandrelief an der Südostseite des Tempels von Esna. Der widderköpfige Chnum mit dem Krummschwert in der Hand für den Kaiser Domitian. Hinter Chum steht die löwenköpgie Kriegsgöttin Menhit. Bild 2: Relief mit Chnum auf der linken Frontseite des Tempels von Esna. Der widderköpfige Gott Chnum in der Mitte präsentiert dem Pharao Claudius (links), der die ägyptische Doppelkrone trägt, die Palmrispe mit dem Symbol der Herrschaftsverleihung. Rechts von Chnum steht der personifizierte Kindgott Heka mit der typischen Haltung mit der Hand an den Mund.

Chons

Altägyptischer Mondgott, der in Theben dem heutigen Luxor als Sohn von Amun und Mut verehrt wurde.und in Kom Ombo als Sohn von Sobek und Hathor. Verehrt wurde er aber im ganzen Land überwiegend als Mondgott. Er war aber auch als  Schutz- und Heilgott bei den Ägyptern sehr geachtet. Seine Beliebtheit stieg deutlich in der ptolemäischen Zeit als Pharao Ptolemaios IV: nach einer überstandenen Erkrankung bekannt gab, von Chons geheilt worden zu sein.
Gott Chons, der „Durchwandler des Himmels“, wird meist in einem mumienartigen Gewand dargestelt mit Krummstab, Geißel und dem Was-Zepter in der Hand. Auf dem Kopf trägt er immer die volle Mondscheibe mit der Neumondsichel am unteren Rand. Der Kopf ist kahlgeschoren bis auf die jugendliche und geflochtene Locke einer traditionellen Haartracht der Kinder. Darstellungen in Krokodilgestalt (im Medinet Habu) und mit Falkenkopf (Tempel von Abydos) gehören zu den seltenen Darstellungen.

Bild 1: Reliefdarstellung von Chons an einer Säule im Tempel von Kom Ombo. Bild 2: Darstellung von Chons im Tempel von Abydos (19.Dynastie) in menschlicher Gestalt mit einem Falkenkopf. Chons hält dem Pharao ein Ankh- und Was-Symbol als Zeichen für Leben und Macht an den Mund. Bild 3: Chons-Darstellung auf Fragmenten einer rekonstruierten Tempelwand  aus der Regierungszeit von Nektanebos II. (360 – 343 v.Chr.) , dem letzten einheimischen Pharao Ägyptens. Freilichtmuseum am Tempel von Luxor.

Hapi (Nilgott)

Hapi war der  große Gott der Nilüberschwemmung, für die er verantwortlich war. Er sorgte mit der Nilüberschwemmung für die Fruchtbarkeit des Landes und sicherte im Wüstenland mit dem Nilwasser die Landwirtschaft für eine reichhaltige Ernte der vielseitigen Nahrungsmittel. Bedeutend ab dem Mittleren Reich, wird meist als völlig nackter Mann mit dickem Bauch und weiblichen Hängebusen, nur mit einem Band um die Hüfte dargestellt.  Auf dem Kopf meist Wasserpflanzen, in den Händen meist Wassergefäße und Pflanzen.

Bild 1 und 2: Hapi-Darstellung  aus dem Tempel in Abydos, Ägypten, Bild 3: Nilgott Hapi in der Darstellung der Vereinigung von Ober- und Unterägypten, als Relief auf der rechten Thronseite von der kolossalen Sitzstatue von Ramses II am Luxor Tempel, Ägypten, Bild 4: Detaildarstellung mit dem Gott Hapi an den Decken des großen Säulensaals im Tempel von Dendera.

Haroeris

Haroeris ist seit dem Mittleren Reich die Bezeichnung für eine Erscheinungsform des altägyptischen Gottes Horus. Als Lokalgottheit von Kom Ombo bildete er mit Ta-senet-nofret und Pa-neb-taui eine eigene Göttertriade.

Bild 1 – 2: : Zwei Reliefdarstellungen der Gottheit Haroeris  im Tempel von Kom Ombo.

Hathor

Hathor war  eine Himmelsgöttin, Göttin der Liebe, des Friedens, der Schönheit, des Tanzes, der Kunst und der Musik. Sie wurde auch verehrt als Beschützerin aller weiblichen Wesen. Sie war die Göttin der Sinnesfreuden, für Erotik und sexuelle Begierde. Für die Frauenwelt war sie auch die Gebieterin der Vagina, denn die Ägypterinnen glaubten fest an den Schutz durch Hathor von der sexuellen Empfängnis bis zur Geburt. Sie galt als Schöpferin der Mädchen und trägt Verantwortung für Mutter und Kind. Hathor ist die älteste aller Göttinnen, denn sie wurde schon über 2700 Jahre v. Chr. als Kuh verehrt, weshalb sie oft auch als Kuh dargestellt wurde oder als Frauenkopf mit mit Kuhohren, ein häufiges Motiv als Kapitell.Sie wurde aber auch als stehende Frau mit Kuhgehörn und dazwischenliegender Sonnenscheibe dargestellt. Mit der 18.Dynastie und dem Beginn des Neuen Reiches wurde Hathor auch als Schutzgöttin der thebanischen Nekropolen verehrt. Ihr Gemahl war Horus.

Bild 1:  Säulenkapitell der Hathor, im Totentempel der Hatschepsut, Bild 2: Hathor in Kuhgestalt, säugt das Mädchen Hatschepsut, Hathor-Kapelle im Hatschepsut Tempel. Bild 3: Hathor als Säulenkapitell in Dendera.

Horussöhne-Kanopenschutzgötter

Die vier Horussöhne sind die Gotteskinder von Horus und der Mutter Isis. Sie wurden zu Schutzgöttern der Kanopen. Als Kanopen werden in der Ägyptologie die Gefäße gemeint, in denen die Eingeweide bei der Mumifizierung getrennt vom Leichnam beigesetzt wurden. Die vier Horussöhne waren jeweils für bestimmte Organe als Schutzgott verantwortlich, bei den Lebenden wie auch bei den Verstorbenen. Die vier Horussöhne waren auch Sternengötter und den vier Himmelsrichtungen zugeordent. Die hier gezeigten Kanopendeckel stammen aus der 3. Zwischenzeit  21.- 24. Dynastie, 1000 – 800 Jahre v. Chr. Ägyptisches Museum Berlin

Bild 1: AmsetMenschenköpfig, zugeordnet war die Leber, Isis war die Schutzgöttin für Amset, Himmelsrichtung: Süden. Bild 2: Duamutef – Schakalsköpfig, zugeordnet war der Magen, Neith war die Schutzgöttin für Duamutef , Himmelsrichtung: Osten, Bild 3: Hapi – Pavianköpfig,  zugeordnet war die Lunge, Nephthys war die Schutzgöttin für Hapi, Himmelsrichtung: Norden, Bild 4: Quebechsenuef – Falkenköpfig, zugeordnet waren die Gedärme,  Selket war  Schutzgöttin für Quebechsenuef, Himmelsrichtung: Westen.

Isis

Isis gehöret zu den ältesten Göttinnen der altägyptischen Mythologie. Sie ist sicher belegt seit der 5./6. Dynastie. Sie war eine Göttin der Geburt, Wiedergeburt und der Magie, später auch eine Totengöttin. Sie hatte einen mütterlichen Beschützercharakter und war für alles Lebende da, was leiden mußte. In dieser Funktion war sie auch eine Schutzgöttin der Natur. Gemeinsam mit ihrem Göttergatten Osiris errang sie in der ägyptischen Kultur eine sehr hohe Beliebtheit und Verehrung seit dem Alten Reich (etwa 2700 bis 2200 v. Chr.). Sie galt als mächtige Göttin und in ihrer Verehrung war sie im Volk schon durch den Osiris-Mythos eine bedeutende religiöse Hoffnungsträgerin.
Die Göttin Isis wird meist als schlanke aufrechtstehende hübsche Frauengestalt gezeigt, die auf dem Kopf einen Thron trägt, es ist die Hieroglyphe ihres Namens. Ab dem Neuen Reich gibtv es auch zahlreiche Darstellungen, wo Isis als Kopfschmuck auch die Kuhhörner mit der Sonnenscheibe trägt. In dieser Darstellung unterscheidet sie sich von der Göttin Hathor nur sehr wenig.
Es gibt sogar Darstellungen der Isis in Tiergestalt. Im Grab von Thutmosis III. nährt sie mit ihrer Brust sogar als Baumgöttin, den jungen Pharao mit xder göttlichen Milch. In der ägyptischen Mythologie hatte Isis eine sehr vielseitige Bedeutung, weshalb sie auch zu den wichtigsten Gottheiten zählt.. Ihr größter Kultort war der Isis-Tempel von Philae.in Oberägypten.

Bild 1 Göttin Isis

Bild 1: Sehr schön erhaltene Isis-Darstellung in der originalen Farbenpracht im Totentempel von Sethos I. in Abydos. Eine Isis-Darstellung aus dem Neuen Reich 1550 bis 1070 v. Chr. (18. bis 20. Dynastie)