Nubisches Museum

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Land und Leute Ägypten

Das Museum für nubische Kunst,
Kultur und Geschichte in Assuan
Nubisches Museum

Nubisches Museum in Assuan als Modell

Das Nubische Museum in Assuan

Auf einer Anhöhe im Zentrum der modernen Stadt Assuan liegt das Nubische Museum  in einer terrassenartigen Parkanlage.. Mit Unterstützung der UNESCO gab es schon 1982 die Idee und Planung für ein Museum für die nubische Kultur und der antiken Geschichte. Nubien war im alten Pharaonenreich der Ägypter von großer Bedeutung und immer ein Zentrum für das Militär und den Handel. Diese oberägyptische Region war auch die Ausgangsbasis für die wirtschaftlichen Beziehungen mit ost- und zentralafrikanischen Produkten. Um der bedeutenden Geschichte aus Politik und Kultur einen besonderen Raum zu geben konzipierte man dieses moderne Museum. Mit der Gestaltung beauftragte man den Architekten Mahmud al-Hakim, der auch das große Museum in Luxor entworfen hatte. Für die Innengestaltung zeichnete der mexikanische Architekt Pedro Vasquez verantwortlich.
Am 16. November 1997 war es dann endlich soweit, der damalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak eröffnete das Museum und übergab es seiner Bestimmung. Das Museum ist gleichbedeuend auch eine Würdigung des nubischen Volkes, seiner Geschichte und Kultur in Oberägypten von dem das pharaonische Ägypten so stark profitiert hat. Auf einer gesamten Ausstellungsfläche von 50000 Quadratmeter entfallen 7000 auf die Innenräume des Museums und 43000 auf das Freigelände der parkähnlichen Museumsanlage.
Im Museum befinden sich auch vielegerettete  Artefakte, die durch den Bau des Assuan-Staudamm im Nassersee geflutet worden wären. Ein Schwerpunkt sind viele Ausstellungsstücke aus der 25. Dynastie, die auch als Nubische Dynastie bezeichnet wird. Die Pharaonen (6 schwarzafrikanische Kuschiten) dieser Zeit regierten etwa 100 Jahre über Ägypten und alle stammten aus einer Region um Gebel Barkal, dem heiligen Berg der Nubier, der in der Nähe des 4. Kataraktes im heutigen Sudan liegt.
Ein weiterer und bedeutender Ausstellungsbereich ist dem Alltagsleben der Nubier vor dem Bau des Staudamms gewidmet. In fantastischen und großzügig angelegten Modellen wird das facettenreiche traditionelle Brauchtum Nubiens dargestellt.

Wir haben das Nubische Museum im November 2018 besucht und waren mehr als begeistert, es bereicherte und erweiterte unsere Kentnisse der antiken Geschichte Ägyptens.
Die Ausstellungsflächen sind in einem gedämpften Licht gestaltet, zum erlaubten fotografieren ohne Blitz nicht immer leicht, aber durch die Atmosphäre des Lichts bekommt man einen würdevollen Eindruck der Ausstellungsobjekte mit einem hohen Erlebniswert.

Das Nubische Museum

Bild 1: Modell vom Eingansgebäude des Nubischen Museums. Bild 2: Eingang des Nubischen Museum am späten Abend. Das Museum kann auch weit nach Sonnenuntergang besucht werden mit dem Vorteil, dass es dann nicht so überlaufen ist. Man hat etwas mehr Ruhe und kann sich besser auf die Ausstellung konzentrieren und störungsfreier fotografieren. Bild 3: Rechts vom Eingang stehen diese drei aufrechten Paviane aus Sandstein, Regierungszeit von Ramses II. in der 19. Dynastie aus Abu Simbel.

Verschiede Ausstellungsobjekte im Nubischen Museum

Bild 4: Statue von Ramses II. Diese übergroße Staue aus Gerf Hussein konnte vor den Fluten durch Notgrabungen vor den Flutungen durch den Assuanstaudamm gerettet werden. Der Tempel aus der diese Statue stammt versank allerdings im Nassersee. Bild 5 und 6: Nubische Kämpfer im  ägyptischen Heer. Diese militärische Formation aus Holz fand man als Kampfgruppen im Tempel von Asyut, sie stammen aus 11. Dynastie im Mittleren Reich. Bild 7: Statuen von zwei Falken, Die Statue links hat den Namenszug von Amenemhat III. und die Falkenfigur rechts den von Pharao Senusert II.. Die kleinen Statuen sind aus Sandstein und stammen aus der 12.Dynastie ( 1976 – 1795 v. Chr.). Bild 8: Gut erhaltene große Pavianstatue als Gott Thot und in diesem Fall als Gottheit der Weisheit. Sie ist aus Sandstein und stammt aus der 19. Dynastie ( Neues Reich), gefunden in Abu Simbel. Bild 9. Statue aus Sandstein von einer Tochter von Ramses II., Neues Reich 19: Dynastie.

Austellungsobjekte aus der 25. Dynastie

Bild 10: Übergroße Statue vom Hohepriester des Amun in Karnak Horemachet einem Sohn vom Pharao Schabatka dem 4. Pharao der 25. Dynastie. Bild 11: Kopf einer Statue vom kuschitischen Pharao Schabatka aus Granit, 25. Dynastie.  Bild 12: Kopf einer Statue von Pharao Taharqa  (691 – 664 v. Chr.) aus der kuschitischen Zeit der 25. Dynastie, die auch die Periode mit den schwarzafrikanischen Pharaonen war. Bild 13: Statuette der Göttin Isis die den jungen Gott Horus säugt. Diese symbolträchtige Statuette stammt aus der Spätzeit (664 – 332 v. Chr.). Bild 14: Zwei Elefanten Bronze-Skulpturen aus Nubien.aus der meroitischen Periode des Reiches von Kusch. Bild 15: Eine Statue von Harwa in der typisch kuschitischen Art aus der 25. Dynastie (746 – 655 v. Chr) Der altägyptische Beamte Harwa war  der oberste Verwalter der Gottes-Frau von Amun , Amenirdis I., die Staute stammt aus Karnak

Eintrittpreis / Ticket

Ticket vom Nubischen Museum

Auch für das Nubische Museum sind die Eintrittspreise angehoben worden, sie betragen jetzt LE 140 (ca. 7,50 Euro) Stand November 2018.

Fotos: (c) Michael Kürschner (8), Christel Selke (8)