Karnak Tempel Westlicher Teil

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Tempelanlage von Karnak
Karnak Tempel Westlicher Teil
Westlicher Teil vom Tempelbezirk des Amun

Die größte Tempelanlage in Ägypten liegt nördlich von Luxor und ist in drei Tempelbezirke eingeteilt, die in der Fläche hauptsächlich vom Amun-Tempelbezirk geprägt wird. Der hier vorgestellte westliche Teil vom Tempelbezirk des Amun reicht vom Umfeld des 1. Pylon über den großen Tempelhof, dem 2. Pylon mit dem anschließenden großen Hypostyl bis zum 3. Pylon und ist somit auch der größte Teil vom Tempelbezirk des Amun. Die Anlage der Karnak-Tempel ist kein einheitlicher Bau, seit seinem vermutlichen Baubeginn in der 12. Dynastie bis zur 30. Dynastie dem Ende der altägyptischen Hochkultur, haben zahlreiche Pharaonen sich hier in ihrer Bautätigkeit ständig übertroffen, es wurde erweitert, umgebaut, abgerissen oder völlig neues errichtet.

Bild 1: Lageplan vom westlichen Teil des Amunbezirks im Karnak Tempel: 1 Die Sphingen-Allee vor dem 1. Pylon des Amun-Tempels. 2 Die historischen Kai-Aufwege und Bootsanlegestellen. 3 Außerhalb der Umfassungsmauer und südlich der Kai-Anlegestelle steht der kleine Achoris-Tempel aus der 29. Dynastie. 4 Der 1.Pylon im Tempelbezirk des Amun. 5 Der große Hof in der Amun Tempelanlage. 6 Der Tempel von Sethos II. 7 Der Säulengang des Pharao Taharqa 8 Der Tempel von Ramses III. mit seinem Pylon an der Frontseite 9 Widdersphingen auf der rechten Seite des 1. Hofes vor den Kolonnaden 10 Säulengang und aufgereihte Widderfiguren. 11 Über den Zugang bei Nr. 10 gelangt man zum Open Air Museum im Karnak-Tempel. 12 Vor dem Durchgang des 2. Pylons stehen sich 2 kolossale Statuen von Ramses II. gegenüber. 13 Der 2.Pylon im Tempelbezirk des Amun. 14 Der große Säulensaal (Hypostyl) 15 Mittelschiff im Hypostyl. 16 Der 3.Pylon im westlichen Tempelbezirk des Amun. Bild 2: Modell vom westlichen Teil des Karnak-Tempels im Informations-Zentrum für Besucher am Eingang zu den Tempelanlagen.

Bild 3: Den Eingang zum großen Karnak Tempelkomplex erreicht man über einen Teil der Sphingenallee mit Widder-Statuen zum 1. Pylon, der einst von Pharao Nektanebos I. in der 30 Dynastie errichtet wurde. Der 1.Pylon in Karnak sollte einst der größte in ganz Ägypten werden  Auch wenn er als unvollendet gilt, sind die gewaltigen Ausmaße noch immer zu erkennen. In seiner vollen Breite misst er 110 m und an der Basis hat er eine Tiefe von etwa 15 m. Bei einer Fertigstellung hätte der 1. Pylon vermutlich eine Gesamthöhe von etwa 40 Meter gehabt

Vor dem 1. Pylon im westlichen Teil des Amun-Tempels

Bild 4: Sphingenfigur auf der linken Seite der Widderallee. Bild 5: Eine von Ramses II: errichtete Widderallee, die beide Seiten des Weges säumen und zum  Eingang des 1. Pylons  und zum Amun Tempel führen. Bild 6: Widder-Sphingen auf der rechten Seite. Die Statuen haben einen Löwenkörper mit einem Widderkopf und Ramses II. steht im Schutz dieses Geschöpfes zwischen den Tatzen.

Bild 7: Anlegestelle, die Treppen und Zugangsrampen am Westende der Kai-Anlage. Ursprünglich führte von hier aus ein Kanal zum Nil. Bild 8: Auf dem Weg zum 1. Pylon steht auf der Terasse ein kleiner etwa 4 m hoher Obelisk von Sethos II. aus der 19. Dynastie, der zweite gegenüberstehende ist nur noch in der Basis vohanden. Bild 9: Südlich von der Kai-Anlage befindet sich ein kleiner Tempel. Dieser Achoris-Tempel aus der 29. Dynastie steht außerhalb der Umfassungsmauer der Karnak Tempelanlage. Er hat eine Breite von etwa  10 m und eine Länge von etwa 18 m und diente als Barkenstation für Amun. Der ursprüngliche Bauherr war Nepherites I. er kam 399 v. Chr. an die Macht und gilt als Begründer der 29. Dynastie, vollendet wurde sie jedoch von Achoris (auch Hakor 391 bis 379 v. Chr), dessen Namen der kleine Tempel noch heute trägt.

Der große Tempelhof im westlichen Teil des Amun-Tempels

Durchschreitet man den Eingang im 1. Pylon, gelangt man auf den großen Hof  (5) des Amun-Tempels. Er ist verhältnismäßig spät entstanden und stammt aus der 22. Dynastie, ist an beiden Seiten von von Säulenkolonnaden eingefasst. Auf der südlichen Seite ist allerdings durch den Vorbau des Tempels von Ramses III. (8) der Säulengang durchbrochen. In der Mitte des Hofes befindet sich der Säulengang des Taharqa (7). In der nordwestlichen Ecke des Großen Hofes befindet sich die Stationskapelle von Sethos II. (6). Der große Tempelhof mit seiner Fläche von 8000 Quadratmetern gehört zu den absolut größten von ganz Ägypten.

Bild 10: Die Barkenstation (6) von Sethos II. aus der 19. Dynastie mit den Kapellen für die MItglieder der thebanischen Triade Mut (links), Amun (in der Mitte) und Chons (rechts). Die Kapellen sind an den Innenwänden reichlich mit Reliefs geschmückt. Dieser kleine Tempel steht auf dem großen Tempelhof an der nordwestlichen Ecke. Bild 11: Die kleine Stationskapelle aus Sandstein von Sethos II. hatte folgende Funktion: An sehr hohen religiösen Festtagen verließen die Götter ihre Tempel. In feierlichen Prozessionszügen, an denen auch das Volk teilnehmen konnte, wurden sie von Priestern in ihren heiligen Barken getragen oder in Flußbarken auf dem Nil transportiert. Auf ihrem Weg wurden die Barken an verschiedenen Stationskapellen abgesetzt um bestimmte religöse Riten zu vollziehen. Der große Sockel im Vordergrund diente wohl als Rastplatz für die Heilige Barke. Bild 12: Reliefdarstellung von der linken Seite des Eingangs zur Chons-Kapelle.

Bild 13: Blick von 1. Pylon auf den 2. Pylon an der Ostseite des 1. Hofes. Durch die einzelne hohe Säule im Zentrum des 1. Hofes wird man daran erinnert, dass hier einst ein Kiosk mit einem Säulengang stand (7). Erbaut wurde er von dem kuschitischen Pharao Taharqa in der Zeit zwischen 691 – 664 v. Chr. in der 25. Dynastie. Der Kiosk bestand aus 2 x 5 riesigen Säulen mit offenen Papyrus-Kapitellen, sie hatten eine Höhe von etwa 21 m und standen als Säulengang nur auf einer kleinen Grundfläche von 14 x 30 m. BIld 13a:  Blick durch den Taharqa Kiosk bei dem Night-Show-Sound und der Lichtshow im Karnak-Tempel. Bild 14: Restaurierte Sphingen auf der Grundfläche von Kiosk des Taharqa. Im Gegensatz zu den vielen Widdersphingen an der Süd- und Nordseite  des 1. Hofes haben diese Sphingen einen menschlichen Königskopf mit dem traditionellen Nemes-Kopftuch, eine Kopfbedeckung die zum Königsornat gehörte.

Bild 15: Der große 1. Hof im Tempelbezirk des Amun (Bubastidenhof) entstand in der 22. Dynastie (946 – 736 v. Chr.) in der 3. Zwischenzeit. Diese Dynastie war geprägt von libyschen Königen, die die Macht über Ägypten ausübten. Bubastis im Niltal wird zur neuen Haupstadt von Ägypten. Im übrigen Land erfolgt eine wachsende Selbständigkeit lokaler Machthaber. Der 1. Hof ist auf der Süd- und Nordseite von Säulengängen eingefasst. Das Foto zeigt den südlichen Säulengang. Bild 16: Einige der Widdersphingen die vor den Umfassungssäulen des 1. Hofes stehen. Sie standen einst im Zentrum des Geländes und führten als Sphingenalle den Weg zum heutigen 2. Pylon. Als Pharao Taharqa seinen Kiosk errichtete, standen diese Widdersphingen mit der Statue von Ramses II. im Weg  Er ließ sie einfach nur an die Seite stellen, wo sie heute nach über 2600 Jahren noch immer stehen.  Bild 17: Der Säulengang auf der Nordseite des 1. Hofes.

Bild 18: In der 20. Dynastie errichtete Ramses III. mit einem Eingang auf der Südseite des großen Tempelhofes seinen Tempel als Barkenstation (8). Der Eingang zum Tempel wird flankiert von zwei großen Statuen des Ramses III. auf einen hohen Sockel. BIld 19: Die Außenwände von seinem Pylon des Tempels zeigen Ramses III. in seiner typischen und traditionellen Art beim „Erschlagen der Feinde“. Obwohl dieser Tempel auf den ersten Blick wie eine kolossale Selbstdarstellung von Ramses III. wirkt, hat dieser Tempel die gleiche Funktion als Barkenstation wie der auf der Südseite des 1. Hofes stehende Tempel von Sethos II.(6).

Bild 20: Die große 14 Meter hohe Statue von Ramses II. und seiner Tochter Merit-Amun im 1. Hof vor dem 2. Pylon des Karnak-Tempels. Sie gehört heute zu den berühmtesten und beliebtesten Fotomotiven aus dem Karnak-Tempel des Amun-Bezirks. In der 21. Dynastie usurpierte der Hohepriester des Amun und spätere Pharao Pinudjem I. 1054 – 1032 v. Chr. diese kolossale Statue für sich und beschriftete sie mit seinem Namen. Die Ägyptologen erkennen aber eindeutig die personifizierte Zuordnung zum Pharao Ramses II. aus der 19. Dynastie. Im Hintergrund ist noch ein großer  Teil des Säulenganges aus der Bubastidenzeit zu sehen.  Bild 21 und 22: Zwischen den Beinen ihres Vaters und späteren Gemahls Ramses II: steht die wesentlich kleiner dargestellte hübsche Merit-Amun mit einer großen Federkrone auf dem Kopf und einem Wedel als Zepter in der linken Hand mit der Würde eine Königin.

Der 2. Pylon im westlichen Teil des Amun-Tempels

Der Bau des 2. Pylons wurde einst von Pharao Haremhab begonnen und von Ramses I. und Ramses II. vollendet. Haremhab nutzte die Gelegenheit, Steinblöcke aus dem zerstörten Aton-Tempel  (Gem-pa-Aton) von Amenophis IV. (Echnaton) im 2. Pylon als Füllmaterial zu verwenden. Das Gebäude hatte ursprünglich eine wahrscheinliche Länge von fast 100 m, eine Tiefe von 14 m und eine imposante Höhe von vermutlich 35 m. Vom Vestbül vor dem 2. Pylon sind noch viele Reliefdarstellungen recht gut erhalten.

Bild 23: Detail der Südhälfte vom 2. Pylon. Dieser Pylonturm ist zum Teil genauso eingstürzt, wie der auf der Nordhälfte. Rechts im Bild erkennt man noch die Bubastidenhalle von der südlichen Umgrenzung des 1. Hofes. Bild 24: Blick von 1. Hof über den schmalen Übergang von Vestebül und 2.Pylon zur großen Säulenhalle. Zu erkennen sind schon die riesigen Säulen vom Mittelschiff des Hypostyls.

Die große Säulenhalle im westlichen Teil des Amun-Tempels

Die große Säulenhalle (Hypostyl) liegt zwischen dem 2. und 3. Pylon und gehört als heiliger Ort im Amun-Tempel zu den größten Bauwerken der Weltgeschichte. Die Decke dieser Halle wird von einer Vielzahl von 134 mächtigen Säulen gestützt auf einer Fläche von nur 5300 Quadratmeter. Die rechteckige Form des Hypostyls hat eine Länge von etwa 103 m mit einer Breite von etwa 53 m. Der basilikane Bau hat ein höheres Mittelschiff mit 2 x 6 riesigen Papyrusäulen und offenen Kapitellen mit einer Höhe von etwa 22,40 m. Der Säulengang zwischen den mächtigen Säulen des Mittelschiffs diente als Prozessionsweg zum Allerheiligsten. Die beiden Seitenschiffe auf der Süd- und Nordseite werden von einem dichten „Wald“ von geschlossenen Papyrusbündelsäulen getragen. Die 122 mächtigen Säulen haben eine Höhe von etwa 14,70 m bei einem Durchmesser von etwa 200 cm. Durch diese Bauweise ergibt sich von der Decke des Mittelschiffs bis zu dem der Seitenschiffe ein Höhenunterschied von etwa 8 Meter. In die sich dadurch ergebenen äußeren Seitenwänden des Mittelschiffs baute man aus Sandstein auf der Süd- und Nordseite Gitterfenster ein, wodurch das Mittelschiff von oben mit Sonnenlicht versorgt werden konnte. Durch diesen Lichteinfall müssen die wesentlich dunkler gehaltenen Säulenhallen der Seitenschiffe  in ein mystisches Licht gehaucht worden sein. Von der Dachkonstruktion ist nicht mehr viel erhalten, die meisten Platten fehlen bereits, doch zahlreiche farbig dekorierte Architrave und Deckplatten der Säulen (Abakus) sind noch zu sehen. Die Planung und der Bau dieses mächtigen und einzigartigen sakralen Bauwerks wurde einst von Sethos I. in seiner Regierungszeit von 1290 bis 1279 v. Chr. begonnen, aber erst durch Ramses II. in seiner Regierungszeit zwischen 1279 bis 1213 v. Chr. vollendet.

Bild 25: Damit jeder Besucher über die historischen Besonderheiten in den Karnak-Tempelanlagen bestens informiert wird, sorgen gut gestaltete Schautafeln für ein besseres Besuchserlebnis. Bild 26: Perspektivische Wiedergabe der großen Säulenhalle (Hypostyl). Deutlich erkennt man in dieser historisch freien Grafik die höheren Säulen des Mittelschiffs. Durch den Einbau von Fenstern in Höhe der offenen Kapitelle gab es im Mittelschiff des Hypostyls einen deutlich höheren Lichteinfall als in den niedrigeren Seitenschiffen. Zeichnung: Description de l’Egypte, 1799 von der Schautafel in der Säulenhalle (Bild 25).

Bild 27 und 28: Die mächtigen Säulen des Mittelschiffs mit ihren offenen Kapitellen im Hypostyl des Amun-Tempels. Bild 29: Die monumentalen Säulen bei der Night-Show und der Lichtshow im Karnak-Tempel.

Bild 30: Offenes Kapitell von einer der 12 Papyrusbündelsäulen des Mittelschiffes im großen Hypostyl. Man erkennt noch die grafischen Darstellungen und welche Farben hier verwendet wurden. Unverkennbar ist auch hier die „Handschrift“ von Ramses II. durch die Masse an Kartuschen, die auf seinen Thron- und Eigennamen verweisen. Bild 31: Alle Säulen des Mittelschiffes sind reichlich mit Reliefs ausgeschmückt und immer wieder der Hinweis auf den Bauherrn Pharao Ramses II. Die mittlere Säule zeigt mittig eine sakrale Handlung des Pharaos vor der Gottheit Min-Amun. Bild 32: In den Darstellungen auf den Säulen  werden nur sakrale Bildnisse dargestellt. Dieses große Relief zeigt den Pharao bei einer rituellen Handlung, er opfert mit einer Gabe eine kleine Maat, die er in seinen Händen hält..

Bild 33 bis 38: Diese Bilder zeigen nur kleine Ausschnitte von der mächtigen Fülle der 134 Papyrusbündelsäulen im großen Hypostyl des Amun-Tempels. Zu sehen sind hier nur Säulen des südlichen- und nördlichen Seitenschiffes mit den geschlossenen Kapitellen.. Die Säulen wirken wie ein dichter und „versteinerter „Papyrus-Wald“ und der Vergleich ist nicht einmal so abwegig, wenn man bedenkt, dass die jährliche Nilüberschwenmung regelmäßig die Basis dieser Papyrussäulen unter Wasser legte.

Bild 39: Der Thronname als Kartusche  von Ramses II. als farbliches Relief unter einem Architrav in der großen Säulenhalle (Hypostyl). Bild 40 und 41: Die wohl am häufigsten verwendeten Dekorationen in der gesamten Südhälfte der Säulenhalle sind die Reliefs mit den Name von Ramses II., denn überall wo das Auge hinblickt sieht, man die Kartuschen von diesem Pharao. Auf der Nordhälfte des Seitenschiffes findet man dagegen eher die Kartuschen von Sethos I.

Bild 42: Statuengruppe aus dem großen Säulensaal im Amun-Tempel bei der Night- und Lichtshow im Karnak Tempel. Allein schon durch die Art der Beleuchtung war der Rundgang im Karnak Tempel ein würdiges und erhabenes Erfolgserlebnis. Die Statuengruppe steht direkt an der Rückseite des nördlichen Turms des 2.Pylons zwischen der Pylonwand und der 1. Säule des Mittelschiffs mit der Blickrichtung auf den großen Säulengang der im Mittelschiff als Prozessionsweg genutzt wurde. Bild 43: Die Statuengruppe besteht aus Kalzit-Alabaster und hat eine Höhe von etwa  5,55 Meter. Die stark beschädigte Statue zeigt noch deutlich erkennbar den Körper der Gottheit Amun, doch der Körper des Königs ist extrem stark beschädigt. Nach einer komplizierten Rekonstruktion und Restaurierung durch gefundene Fragmente konnt die Statuengruppe schon 1913 wieder an ihrem angestammten Standort aufgestellt werden. Wer den Körper des Königs darstellt, ist wissenschaftlich noch nicht absolut gesichert. Ägyptologen gehen aber wegen der künstlerischen Stiltendenzen davon aus, dass es sich bei der Statuengruppe um Gott Amun mit dem Pharao Haremhab handelt und zu späterer Zeit, Ramses II. die Darstellung für sich usurpierte. Bild 44: Zwischen den Beinen der beiden Figuren sind in der typisch versenkten Reliefform die Eigen- und Thronnamen von Ramses II. zu sehen. Diese ramsestypische Reliefform eignet sich bestens zum usurpieren.

Bild 45:  Relief an der Südwand der großen Säulenhalle mit Ramses II. Er kniet hier vor dem Isched-Baum oder einer  Sykomore die auch mit dem Sonnengott verbunden war, vor der thebanischen Göttertriade Amun (rechts), Mut (in der Mitte) und Chons (links). Bild 46: Relief von Sethos I. an der Nordwand der großen Säulenhalle an der noch weitere Darstellungen von ihm zu sehen sind.

Bild 47: Szene auf der östlichen Außenwandhälfte der Sethos-Wand mit der symbolträchtigen und traditionellen Darstellung eines Pharaos beim Erschlagen der Feinde mit der Hedj-Keule vor der Gottheit Amun, die ihm noch das Krummschwert reicht. Sethos I. trägt die Krone von Unterägypten und hält mit der linken Hand die um Gnade flehenden feindlichen Fürsten. Es wird aber keine Gnade geben, denn als Pharao muß er siegen und beweisen, wie er Ägypten vor den Fremdvölkern beschützt. Bild 48: Weitere Darstellung auf der östlichen Außenwand der Säulenhalle im unteren Register zeigt Sethos I. bei einer Rückkehr von einem Feldzug in die ägyptische Heimat.

Bild 49: Die Außenmauer des großen Säulensaals (Hypostyl) mit der östlichen Stirnseite der Sethos-Wand. Sethos I. steht auf seinem Streitwagen und befindet sich im Kampf gegen aufständische Beduinen im Norden. Er verschießt als siegreicher Bogenschütze Pfeile auf die gegnerischen Beduinen. Bild 50: Detail aus der Szene von Bild 49. Die von Pfeilen getroffenen Beduinen stürzen vor dem Streitwagen von Sethos I. zu Boden. Hier wurde symbolisch dargestellt, wie erfolgreich die Streitkräfte von Sethos I. in dieser Schlacht waren.

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Fotos: (c) Michael Kürschner (28), Christel Selke (23)