Schmalschnabellöffler

Systematik
Platalea alba
Schmalschnabellöffler

Ordnung: Ciconiiformes – Schreitvögel
Familie : Threskiornithidae – Ibisse und Löffler
Gattung : Platalea
Art: Platalea alba

Trivialname

deutsch: Schmalschnabellöffler, Afrikanischer Löffler, englisch: African Spoonbill,
französisch: Spatule blanche d’Afrique, swahili: Domomwiko wa Afrika, afrikaans: Lepelaar,

Vorkommen

Der Afrikanische Löffler ist südlich der Sahara bis Südafrika und Madagaskar weit verbreitet und in Ostafrika ist er keine Seltenheit.
Sein Lebensraum sind die seichten Gewässer, Sümpfe aber auch an der Küste ist er im Watt und an Flußmündungen anzutreffen.

Fundort

Naturschutzgebiet im Mida Creek, Nordküste von Kenia 2012

Beschreibung

Das gesamte Körpergefieder ist weiß gefärbt und nur die Beine, Füße und die nackte Haut seines Gesichts sind leuchtend rot. Markantes Merkmal dieser Art ist der löffelartige Schnabel, von dem sich auch sein Artname ableitet.

  • Größe: 70-90 cm
  • Spannweite > 135 cm
  • Gewicht : > 2200 Gramm

Fortpflanzung

Eigentlich lebt der Afrikanische Löffler paarweise, doch die Männchen neigen dazu, sich auch noch für andere Weibchen zu interessieren. Sie nisten in Kolonien und meist auf Bäumen direkt am Wasser. Ein Gelege umfaßt etwa 3 – 5 Eier und das Gelege wird von beiden Elterntieren in etwa 4 Wochen ausgebrütet und nach weiteren 4 Wochen sind dier Jungen flügge und verlassen das Nest. Die Brutzeiten sind je nach Vorkommen regional unterschiedlich.

Nahrung

Seine Nahrung sucht der Afrikanische Löffler in den Restwasserarealen an der Küste bei Ebbe und im Binnenland in seichten Gewässern und im Schlamm. Mit seinem speziellen Schnabel stochert er mit ständigen seitlichen Bewegungen im Wasser und im Schlamm um so sicher Beute zu erhaschen. Kleine Fische, Krebstiere und andere Wirbellose gehören zu seinem Speiseplan.
Im Mida Creek konnten wir beobachten, wie die Schmalschnabellöffler bei Ebbe bei ein reichlich  „gedeckten Tisch“ paradiesisch essen konnten. Es wimmelte nur so von kleinen Krebstieren und anderem Kleingetier. Die Löffler ließen sich durch uns, auch wenn wir einige Meter Abstand hatten, bei der Nahrungsaufnahme nicht stören.

 

Fotos : (c)  Michael Kürschner (2)