Palmtaube

Systematik
Spilopelia senegalensis
Palmtaube

Ordnung: Columbiformes – Taubenvögel
Familie : Columbidae – Tauben
Gattung : Spilopelia
Art: Spilopelia senegalensis
Unterart : Spilopelia senegalensis senegalensis
Unterart : Spilopelia senegalensis aegyptiaca

Trivialname

deutsch: Palmtaube, englisch: Laughing Dove,
französisch: Tourterelle des palmiers, swahili: Fumvu, afrikaans: Rooiborsduifie,

Vorkommen

In ganz Afrika südlich der Sahara. Weit verbreitet in Busch- und Baumsavannen sowie an Waldrändern und immer öfters in den Dörfern, gilt daher auch als typischer Kulturfolger.
Die Verbreitung der Unterart Spilopelia senegalensis aegyptiaca ist auf Ägypten beschränkt. Die Unterart der Palmtaube Spilopelia senegalensis aegyptiaca hat im Verhältnis zu den anderen Unterarten in Afrika ein relativ kleines Verbreitungsgebiet. Die Habitate liegen nur in den  Oasen, in einem schmalen vegetationsreichen Streifen östlich- und westlich vom Nil bis nach Oberägypten und den nördlichen Teil des Sudans und als Kulturfolger auch in Ortschaften und anderen menschlichen Ansiedlungen bis zum Roten Meer.  Die restlichen Landesteile Ägyptens bestehen fast nur aus Stein- und Sandwüsten,  sie haben meist keine Vegetation oder sind vegetationsarm. Diese Gebiete in der Libyschen Wüste im Westen und der Ägyptischen Wüste im Osten gehören daher nicht zum Lebensraum der ägyptischen Palmtaube.

Fundorte

Gambia und Senegal in Westafrika und in Kenia im Tsavo Ost Nationalpark zwischen 1998 – 2012. Die Unterart  Spilopelia senegalensis aegyptiaca an verschiedenen Orten im Niltal und an der Küste in El Gouna in Ägypten 2016 und 2018.

Fotos von der Palmtaube der Unterart Spilopelia senegalensis aegyptiaca

Fotos von der Palmtaube der Unterart Spilopelia senegalensis senegalensis


Beschreibung

Palmtauben erreichen eine Größe von 24 – 28 cm Körperlänge bei einem Gewicht von 100 – 120 Gramm. Beide Geschlechter unterscheiden sich kaum. Auffallend sind die rötlichen Füße.
Palmtauben sind Standvögel, die man häufig auf der Suche nach Nahrung am Boden antreffen kann.

Fortpflanzung

Die Palmtaube hat keine geregelte Brutzeit. Mit 6 Bruten pro Jahr gehört die Palmtaube unter allen Vorgelarten zu den Rekordverdächtigen, was die Anzahl der Bruten anbetrifft. Ein Gelege kann 3 Eier umfassen und die Brutdauer beträgt etwa 14 Tage. Auch die Nestlingszeit ist mit etwa 14 Tagen relativ kurz. Das Nest ist einfach aus Zweigen konstruiert und wird nicht selten in Astgabelungen oder an Gebäuden in Mauervorsprüngen oder offenen Dachböden gebaut.

Nahrung

Körner und kleine Saaten, aber auch kleine Insekten werden gefressen. Ist stark Wasser abhängig, da sie mindestens zweimal am Tage zur Tränke muß zum Einweichen ihrer Körner- und Saatennahrung. Um an trinkfähiges Wasser zu gelangen können Palmtauben täglich große Strecken abfliegen.

 

Fotos : (c)  Michael Kürschner (6), Christel Selke (1)