Westliche Grünmeerkatze

Systematik

Chlorocebus sabaeus
Westliche Grünmeerkatze

Ordnung: Primaten –  Primates
Familie : Meerkatzenartige – Cercopithecidae
Gattung : Chlorocebus
Art: Chlorocebus sabaeus

Trivialnamen:

deutsch: Westliche Grünmeerkatze,
englisch: Green monkey,  französisch: Singe vert,
swahili: —-,  afrikaans: —-,

Vorkommen

Südlich der Sahara im westlichen Afrika, von Senegal, Gambia, Guinea, Guinea Bissau, Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste bis nach Ghana. Diese Art ist in lichten Wäldern als auch in offenen Baumsavannen vorkommend. Die Grünen Meerkatzen auf den Kap Verden sind vom afrikanischen Festland eingeführt worden.

Fundort

Im Bijilo Forest an der Atlantikküste in Gambia 2001 und im Senegal 1998

Beschreibung

In Form und Fell ist diese Art wie die ostafrikanische Günmeerkatze. Hauptsächlich unterscheiden sie sich in der Färbung. Die Gesichter sind deutlich dunkler und die Körperoberseite hat ein gelbgrünes Fell. Die Schwanzspitze und die Wangen sind goldgelb. Die Körperunterseite und die Innenschenkel sind hellgefärbt. Die männlichen Tiere sind kompakter und schwerer als die schlankeren Weibchen.

  • Kopfrumpflänge: > 65 cm
  • Schwanzlänge: > 70 cm
  • Gewicht: 5,5 – 6,5 kg
  • Lebenserwartung: 20 – 25 Jahre

Fortpflanzung

Geburten fallen häufig in die jeweiligen regionalen Regenzeiten, in denen auch das Nahrungsangebot am höchsten ist. Die männlichen Tiere beteiligen sich nicht an der Aufzucht ihrer Kinder.

  • Geschlechtsreife: nach etwa 3-4 Jahren
  • Weiblicher Zyklus: 30 Tage
  • Tragzeit: 5 Monate
  • Anzahl der Jungen: 1 Jungtier
  • Form der Partnerschaft: polygam

Nahrung

In der Nahrung sind sie sehr anpassungsfähig und man könnte sie schon fast als Allesesser einstufen. Zur üblichen Ernährung zählen Früchte, Blüten, junge Triebe, Samen, Nüsse und Insekten und deren Larven.

Verhalten

In der Lebensweise ähnelt die Westliche Grünmeerkatze seinen Verwandten den Grünen Meerkatzen in Ostafrika. Ist aber nicht so ein Kulturfolger und etwas scheuer als die Ostafrikaner. Nur den stärksten einer Gruppe kann man sich nähern, Jungtiere bleiben häufig im Hintergrund mehr in den Bäumen als am Boden versteckt. Sie sind am Boden aber genauso behende und aktiv wie auf den Bäumen.
Die Westliche Grünmeerkatze lebt in großen Gruppen von zum Teil über 50 Tieren.

Artenschutz

Die Westliche Grünmeerkatze gilt derzeit noch nicht als gefährdet, obwohl die Populationen leicht rückläufig sind. Schuld an diesem Trend ist die Zerstörung von Lebensräumen und die Bejagung als Fleischlieferant.

 

Fotos : (c) Michael Kürschner (4)