Steppenzebra

Systematik

Equus quagga
Steppenzebra

Ordnung: Unpaarhufer – Perissodactyla
Familie : Equidae – Pferde
Gattung : Equus – Pferde
Art: Equus quagga

Vom Steppenzebra sind 6 Unterarten bekannt die von Ost- bis Südafrika ihren Lebensraum haben.
Mit dem Grevy-Zebra und Bergzebra gibt es noch zwei weitere Arten in Afrika. Das Quagga als 4. Art ist bereits im 19.Jahrhundert ausgestorben.

Trivialname

deutsch: Steppenzebra,  englisch: Plains Zebra, Painted Zebra,
französisch: Zèbre des plaines,
swahili: Punda milia,  afrikaans: Bontkwagga,

 Steppenzebra - Equus quagga
Steppenzebra-Stute – Equus quagga in der Masai Mara in Kenia

Vorkommen

Die geografische Verbreitung erstreckt sich von Südsudan, Südäthiopien, Uganda und Kenia über Tansania bis nach Südafrika. Es lebt in Grasebenen und verschiedenen Savannenlandschaften und selbst in Hügellandschaften kommen die Zebras vor.

Fundort

Große Herden während der Migration in der Masai Mara 2008, in Amboseli und regelmäßig im Nationalpark Tsavo Ost 1995 – 2012, Kenia.

Beschreibung

Zebras sind die Wildpferde Afrikas und weltweit wohl eines der bekanntesten Symbole für die afrikanische Fauna.

Größe und Gewicht

  • Kopfrumpflänge: etwa 200 bis 240 cm
  • Schwanzlänge:
  • Widerristhöhe: etwa 135 bis 145 cm
  • Gewicht: etwa 225 – 280 kg

Erwachsenes Tier

Unter dem Namen Steppenzebra finden sich zahlreiche mittelgroße pferdeartige Formen mit kleinem Kopf und beweglichen ausdrucksvollen Ohren. Stärke  und Schärfe  ihrer Streifen  verringert sich besonders am Hinterkörper bei den einzelnen Unterarten im Maße ihrer Verbreitung von Ost- bis  nach Südafrika. Die markanten schwarzen Streifen auf hellem bis weißen Grund sind bei jedem einzelnen Tier individuell und können auch ja nach geografischer Herkunft auch  mal bräunlich oder rotbraun sein. Die auffällige Zeichnung dient der Tarnung und Irritierung, denn das Raubwild ist oftmals durch die Zeichnung verwirrt und kann sich nur schwer auf ein einzelnes Tier konzentrieren.

Sechs Kopfstudien verschiedener Steppenzebras

Jungtier

Die Fohlen weisen eine hellbraune Färbung mit gelegentlich dunkleren Streifen auf. Ihre Entwicklung entspricht ungefähr der des Grevyzebras.

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von ungefähr einem Jahr bekommt die Stute in der Regel ein Fohlen (extrem selten auch zwei). Nach der Geburt verjagt die Mutter alle anderen, bis das Fohlen nach 2 – 4 Tagen gelernt hat seine Mutter zu erkennen. Erst danach lernt es die übrigen Familienmitglieder kennen. Gesäugt wird das Junge etwa ein halbes Jahr und mit einem Jahr ist es schon fast selbständig.
Wie in fast allen ostafrikanischen Landschaften können Fohlen zu jeder Jahreszeit geboren werden.

Nahrung

Überwiegend Gräser, aber auch junge Blätter und Baumrinde. Steppenzebras haben einen hohen Wasserbedarf und müssen täglich trinken. Große Dürreperioden wie sie 2009 in Kenia herrschten machten den Zebras in Amboseli und Tsavo sehr zu schaffen und viele Zebrafamilien wurden Opfer der katastrophalen Trockenheit.

Verhalten

Steppenzebras sind tagsüber aktiv. Schon bei Sonnenaufgang verlassen Sie ihre Ruheplätze und ziehen auf die Weidegründe. Zebras müssen regelmäßig trinken. In Amboseli wie auch in Tsavo (Kenia) gibt es  ausreichende Wasserstellen, die sich die Zebras häufig mit Elefanten teilen.
Sie leben in Familientruppen von etwa 6 Stuten mit ihren Jungen und einem erwachsenen Hengst, der auch die Gruppe anführt. Im Alter von 15 bis 20 Jahren überläßt der Leithengst meist friedlich einem jüngeren Nachfolger die Führung und lebt von nun an alleine zwischen den verschiedenen Familientrupps. Alle Familien haben ein eigenes Weideterritorium und nur in bestimmten Jahreszeiten können sie sich auch zu großen Herden zusammenfinden mit tausenden von Tieren. Die Familien bleiben aber zusammen und erkennen sich an der Zeichnung, wie auch am Geruch. Schon als Jungtier lernen Zebras wie durch ein “scannerhaftes” Gedächtnis andere an den Streifen zu unterscheiden.

 

Fotos: (c) Michael Kürschner (18), Christel Selke (8)