Cerastes vipera

Systematik

Avicennaviper
Cerastes vipera

Ordnung: Squamata – Schuppenkriechtiere
Familie : Viperinae – Echte Vipern
Gattung : Cerastes – Afrikanische Hornvipern
Art: Cerastes vipera

Trivialname

deutsch: Avicennaviper, englisch: Sahara sand viper, Avicenna viper,
französisch: —-, swahili: —-, afrikaans: —-,

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Cerastes vipera erstreckt sich über den ganzen nördlichen Teil Afrikas. Sie könnte auch den Namen Sahara Sandviper tragen, denn ihre Habitate liegen überwiegend in den Sandwüstengebieten. In Ägypten überwiegend in den sandigen Wüstengebieten westlich vom Nil.

Avicennaviper – Cerastes vipera in Ägypten

Beschreibung

Cerastes vipera gehört mit ihrer relativ kleinen Körperlänge von 50 cm nicht gerade zu den großen Hornvipern.  Der Körper ist kräftig und sehr kompakt gebaut und endet in einem spitzzulaufenden. Der Schwanz ist verhältnismäßig kurz und spitz. Der kräftige dreieckige Kopf wirkt deutlich vom Körper abgesetzt. Im Gegensatz zu den anderen Hornvipernarten trägt diese Art keine Hörnchen über den Augen. Die Nasenlöcher sind nach oben ausgerichtet. Ihre Färbung entspricht ihrer angepaßten Lebensräume und ist meist sandgelb, als Zeichnung trägt sie über den ganzen Körper rostbraune Flecken und nur der Kopf ist nicht gezeichnet.
Die Avicennaviper ist dämmerungs- und nachtaktiv. Am Tage vergräbt sie sich zu Mittagshitze meist im Sand und verbringt so ruhend und gesichert den Tag, nur Teile des Kopfes ragen aus den Sand hervor.

Grad der Giftigkeit dieser Schlangenart

  • stark giftig <
  • sehr giftig
  • schwach giftig
  • nicht giftig

Das Gift wirkt stark hämotoxisch und kann lebensgefährlich sein. Nach einem Biss sollte unverzüglich eine ärztlich Notversorgung erfolgen.

Fortpflanzung

Bei der Avicennaviper gibt es einen Sexualdimorphismus. Die Geschlechter lassen sich leicht an der Schwanzspitze erkennen. Bei den Weibchen ist sie schwarz und männliche Tiere haben die gegebene Körperfärbung mit schwachen bräunlichen Ringen.
Diese Viper ist ovovipar und es kommen pro Geburt etwa 3 – 6 Jungtiere lebend zur Welt.

Nahrung

Zu den Beutetieren zählen kleine Reptilien, Nagetiere und vereinzelt auch große Insekten.

Foto: (c) Christel Selke (1), Ägypten 2008