Ohrenqualle

Systematik

Aurelia aurita
Ohrenqualle

Klasse: Scyphozoa – Schirmquallen
Ordnung: Semaeostomeae – Fahnenquallen
Familie : Ulmaridae
Gattung : Aurelia
Art: Aurelia aurita

Trivialname

deutsch: Ohrenqualle, englisch: Common Jellyfish, Moon Jellyfish,
französisch: Méduse bleue, Méduse lune,
swahili: Jellyfish, afrikaans: Jellievis,

Vorkommen

Ohrenquallen leben in fast allen Meeren der Wetl, aan kann sie im Mittelmeer, dem Roten Meer im  Indischen Ozean, Pazifischen Ozean und im Atlantik antreffe. Sie lebt somit in tropischen Weltmeeren aber auch in gemäßigten Klimazonen wie der Nord- und Ostsee in Europa. Ihr Lebensraum ist das freie Wasser in Oberflächennähe, in dem sie den Strömungen ausgeliefert ist.

Fundort

An einem Gewässersaum einer Lagune am Roten Meer in El Gouna, Ägypten im März 2020

Weibliche Ohrenqualle – Aurelia aurita am Roten Meer in Ägypten 2020

Beschreibung

Die Ohrenqualle hat einen fast transparenten Schirm mit einer erkennbaren farblichen „Zeichnung“ direkt unter der Schirmoberseite. Bei diesen vermeintlichen Merkmalen handelt es sich um die Geschlechtsorgane der Ohrenqualle.Beim Weibchen sind die sogenannten „Ohrenringe“ rot bis blauviolett und bei der männlichen Qualle weiß bis hellrotorange gefärbt. Bei der hier abgebildeten Ohrenqualle handelt es sich daher eindeutig um ein weibliches Tier.
Der flachgewölbte Schirm der Qualle kann eine Größe von etwa 20 bis 30 cm erreichen.
Quallen schwimmen durch eine sich zusammenziehende Bewegung ihres Schirmes, bei der sie nach dem Rückstoßprinzip gleichzeitig Wasser nach unten ausstoßen. Die Ohrenqualle bewegt sich aber eher passiv und wird meist durch Strömungen im Wasser getrieben

Fortpflanzung

Die Ohrenqualle hat eine interessante Art der Fortpflanzung. Im Rahmen ihrer Sexualität sondern männliche Quallen (Medusen) ihre Spermienschnüre ins freie Wasser ab, die die Weibchen dann in ihre Bruttaschen einsaugen in denen sich anschließend die befruchteten Eier zu bewimperten Larven entwickeln.Ab einem bestimmten Reifestadium der Larven, werden diese ins Wasser abgesetzt, wo sie anschließend auf den Meeresboden sinken und sich zu einem ungeschlechtlichen Polypen entwickeln. Durch eine Strobilisierung (eine asexuellen Fortpflanzung durch spontane Abschnürung von Körpersegmenten) entwickeln sich kleine tellerförmige Ephyralarven die in einem Reifestadium sich wieder zu den geschlechtsreifen Quallen (Medusen) entwickeln. So schließt sich wieder der Kreislauf der Fortpflanzung einer Ohrenqualle.
Nach einem erfolgreichen Sexualleben sterben die Medusen meist den Alterstod, doch ihre erzeugten Polypen können weiterhin mehrmals neue Medusen entwickeln und mehrere Jahre überleben.

Nahrung

Mit ihren langen klebrigen Tentakeln fängt sie im freien Wasser schwimmend sehr kleine Krebstiere und Plankton von dem sie sich hauptsächlich ernähren.

Foto: (c) Christel Selke (1)