Systematik
Strauch-Schneckenklee
Medicago arborea
Ordnung: Fabales – Schmetterlingsblütenartige
Familie : Fabaceae – Hülsenfrüchtler
Gattung : Medicago
Art: Medicago arborea
Trivialname
deutsch: Strauch-Schneckenklee, englisch: Moon trefoil, shrub medick,
französisch: Luzerne arborescente,
Vorkommen
Der Strauch-Scheckenklee war ursprünglich nur in Griechenland, Albanien, Italien und Spanien heimisch, ist seit der Antike aber auch als beliebte Tierfutterpflanze nach Marokko, Algerien und Tunesien gebracht worden. In Tunesien ist der Strauch-Schneckenklee bereits als Wild- und Nutzpflanze bekannt.
Fundort
Bei Kerkouane in der Region von Cap Bon in Nordtunesien auf trockenen steinigen Sandböden im Mai 2026
Bild 1: An einem Blütenstand sitzen meist 12 dieser schönen gelblichen Einzelblüten. Bild 2: Die typischen Laubblätter vom Strauch-Schneckenklee. Bild 3: Namensgebend für den Strauch-Schneckenklee sind seine kringeligen Hülsenfrüchte, die einem Schneckengehäuse ähnlich sehen.
Beschreibung
Der Strauch-Schneckenklee – Medicago arborea ist ein immergrüner kleiner verholzender und dicht verzweigter Strauch der im mediterranen Nordafrika heimisch geworden ist und als mehrjährige Altpflanze eine Wuchshöhe von 1,5 – 2,5 Meter erreichen kann. Sie ist ein Kind der Sonne und perfekt an Hitze und längerer Trockenheit angepasst. Die gelben Blüten stehen in dichten Trauben und erblühen je nach Region von April bis in den Sommer. Typisch für den Strauch-Schneckenklee sind seine schneckenartig aufgerolleten Hülsenfrüchte.
Nutzpflanze
Bereits schon in der Antike war der Strauch-Schneckenklee eine traditionelle Tierfutterpflanze die zu diesem Zweck auch angebaut wurde. Ökologisch betrachtet, hat dieser Strauch auch eine weitere Bedeutung und wird in Regionen mit sehr kargen Bodenverhälnissen auch für eine biologisch verwertbaren Bodenverbesserung angepflanzt. Das tiefe Wurzelwerk lockert nicht nur den Boden auf, sondern sie können mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft an ihre Wurzeln binden und stellen somit auch einen natürlichen Dünger dar.
Fotos (c) Christel Selke (4)


