Spritzgurke

Systematik

Spritzgurke
Ecballium elaterium

Ordnung: Cucurbitales – Kürbisartige
Familie : Cucurbitaceae – Kürbisgewächse
Gattung : Ecballium
Art: Ecballium elaterium

Trivialname

deutsch: Spritzgurke, Eselsgurke, englisch: Squirting cucumber,
französisch: Concombre d’âne, Cornichon d’âne,

Vorkommen

Die Spritzgurke (Ecballium elaterium) ist im gesamten Mittelmeerraum in Südeuropa und Nordafrika verbreitet. 

Fundort

Gefunden in Nordtunesien als Wildpflanze in den archäologischen Ausgrabungsstätten von Dougga in harten sandigen Steinböden im Mai 2026

Bild 1: Gesamtbild einer Spritzgurkenpflanze mit Laubblättern und Blüten, Bild 2: Ein Blütenstand mit Knospen, Bild 3: Typisches Laubblatt einer Spritzgurke.

Beschreibung

Die Spritzgurke ist eine ausdauernde und widerstandsfähige krautige Pflanze von niedrigem Wuchs. Sie wächst stark verzweigt mit zum Teil sehr langen Stängeln, die eine Länge von etwa 100 cm erreichen können.  Auch die einzelnen Blattstiele sind mit deutlich über 10 cm Länge verhältnismäßig lang. Die Blüten zeigen sich in den Blattachseln, wobei die männlichen in Trauben und die weiblichen sich als Einzelblüte entwickeln. Die gelblichen Blüten haben 5 Kelchblätter mit einer Länge von etwa 2 cm. Bei der Frucht handelt es sich um eine Panzerbeere und entspricht der botanischen Bezeichnung für eine fleischige Beerenfrucht mit einer festen Schale.
Die Spritzgurke verdient ihren Namen durch eine ganz besondere Art sich zu vermehren. Während viele Pflanzen auf fremde Hilfe angewiesen sind und sich auf die Verbreitung durch Wind, Wasser, Vögel  oder andere Tiere verlassen müssen, regelt die Spritzgurke ihre Vermehrung selbst. Wenn die beerenartige Frucht, die an eine kleine Gurke erinnert, in der vollen Reife steht, hat sie im Inneren eine hohe Wassermenge angesammelt, dass ein so extremer Druck entsteht, der im Endstadium die Außenhülle der Frucht zum platzen bringen kann. In diesem Fall werden die Samen mit dem Fruchtwasser gemeinsam durch Kontraktionen heraus gespritzt. In einem optimalen Fall können die Samen bis zu 10 Meter herausgeschleudert werden.
Die Pflanze ist ungenießbar und gilt als stark giftig. 

Nutzung

Sie wird als Heilpflanze eingestuft und findet in der Naturheilkunde ihre Anwendung. Bereits in der Antike war sie in der Volksmedizin als starkes Abführmittel eingesetzt. Ansonsten ist sie eher als Zierpflanze bekannt. 

 

Fotos: (c) Christel Selke (4)