Ptahmai

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Ptahmai
Familienbildnis des Ptahmai
mit Frau und Kindern

Zur Person von Ptahmai

Ptahmai (oder auch Ptah-Mai)  war Offizier in der Armee unter Pharao Ramses II. in der 19. Dynastie zwischen 1279 bis 1213 v. Chr. Zum Ende seiner Militärzeit bekam Ptahmai vom Pharao selbst den Titel und das Amt eines Priestervorstehers am Ptah-Tempel, wohl auch als Anerkennung seiner hohen Verdienste im Militär und zur wirtschaftlichen Absicherung seiner Familie im Alter.

Bild 1: Das Familienbildnis des Ptahmai zeigt von links nach rechts die älteste Tochter Iniuhaj, den Vater Ptahmai und seine Ehefrau Hatschepsut. Zwischen den Beinen der ältesten Tochter und dem Vater steht die jüngste Tocher Henut-Demiu. Zwischen der sitzenden Mutter Hatschepsut und dem Vater steht wie die jüngste Tochter auch der Sohn Ramose, seine Darstellung ist leider zerstört. Der Vater ist der Mittelpunkt der Familiengruppe und obwohl er eine schlanke Person war, wird er mit den typischen „Speckfalten“ am Bauch gezeigt, was keine negative Anspielung auf den Körper bedeutete, sondern eher ein Symbol für Wohlstand und das die Familie ein gutes Auskommen hat.

Das idyllisch und harmonisch wirkende  Familienbildnis des Ptahmai ist für die Ramessiden-Zeit in der künstlerischen Art nicht ungewöhnlich, doch die Mimik der Gesichter und die naturalistische Darstellung sind nicht typisch für die Zeit, weil sie nicht so idealisiert wirken. Diese Gruppenplastik aus Kalkstein soll vermutlich in einer Kultnische des Familiengrabes in Saqqara (Ägypten) der berühmten Nekropole von Memphis gefunden worden sein. Dieses Gruppenbildnis der Familie des Ptahmai steht heute im Ägyptischen Museum Berlin.

Bild 2: Die ältere Tochter Iniuhaj hatte am Hof von Ramses II. eine gehobene Stellung als Haremsdame des Pharao. Bild 3: Das Familienoberhaupt Ptahmai. Bild 4: Die Frau und Mutter der Familie des Ptahmai war wie ihre Tochter Henut-Demiu „Sängerin des Amun“. Sie hieß Hatschepsut und trug damit den ehrenvollen Namen einer früheren Königin, die schon 1495 v. Chr. geboren wurde. Alle drei Frauen dieser Familiengruppe tragen der Mode entsprechend, lange und schwere Perücken.

Bild 5: Die jüngste Tochter Henut-Demiu ist in dieser Statuengruppe als eine erwachsene Frau in einem zarten körperbetonten Kleid dargestellt und mit einer langen Perücke bekleidet, die zu dieser Zeit einer besonderen Mode unterworfen war. Da die Tochter Henut-Demiu auch die wahrscheinliche Stifterin dieser familiären Gruppenstatue war, zeigt sie sich hier in einer zurückhaltenen Bescheidenheit und trägt in der rechten Hand ein Sistrum (siehe auch Bild 9). Sie war wie ihre Mutter eine Sängerin des Amun. Bild 6. Die Figur des kleinen Ramose und Sohn der Familie ist leider nicht mehr erhalten und irreparabel zerstört.

Bild 7: Porträt der Tochter Iniuhaj mit ihrer schweren und kunstvollen Perücke. Ihr Gesicht hat einfache naturalistische Züge in der Darstellung mit dem zarten Hauch eines Lächelns. Bild 8: Porträt des Ptahmai, der im Gegensatz zu seinen Frauen in der Familie keine Perücke trägt und auch als Familienoberhaupt wird er entsprechend seiner Stellung kahlköpfig als Priester dargestellt.

Bild 9: Im Gegensatz zu seinen Familienmitgliedern ist der Vater und Priester nicht barfüßig. In der Kultur seines Priesterstandes trägt er natürlich Sandalen und auch seine Bekleidung ist priesterlich ausgerichtet mit einem plissiertem Schurz aus Leinen, der deutlich unter dem Bauchnabel gebunden wurde. Rechts im Bild steht seine jüngste Tochter Henut-Demiu mit einem Sistrum in der rechten Hand.

Fotos: (c) Michael Kürschner (7), Christel Selke (3)