Spornkiebitz

Systematik

Vanellus spinosus
Spornkiebitz

Ordnung: Charadriiformes – Regenpfeiferartige
Familie : Charadriidae – Regenpfeifer
Gattung : Vanellus
Art: Vanellus spinosus

Trivialname

deutsch: Spornkiebitz, englisch: River Lapwing, Spurwinged Lapwing,
französisch: Vanneau armé, Vanneau éperonné
swahili: Kiluwiluwi Kizibao-cheusi , afrikaans: Spoorvlerkkiewiet,

Vorkommen

Südlich der Sahara in einem breiten Band von Senegal, Gambia in Westafrika bis nach Ostafrika in Äthiopien, Uganda, Ruanda, Burundi, Kenia, Somalia und Tansania. Nach Norden gibt es eine Ausnahme im Osten des Kontinents, wo er entlang der Feuchtgebiete des Nils auch in Sudan und Ägypten vorkommt. In Zentral- und Südafrika fehlt er fast völlig. Die hier abgebildeten Spornkiebitze wurden im Mida Creek an der Nordküste von Kenia und im Tsavo Ost Nationalpark beobachtet. Der Spornkiebitz ist ein Bewohner der Kurzgrassavannen in Wassernähe, hierbei nutzt er auch die Wasserlöcher für das Großwild. Er kommt auch an Sandbänken und Lagunenlandschaften vor die mit Brackwasser versehen sind, aber auch in Sümpfen und ähnlichen Süßwasserfeuchtgebieten.

Fundort

Mida Creek, Nordküste Kenia 2011 und Tsavo Ost Nationalpark,  Kenia 2011, in den Lagunen von El Gouna am Roten Meer in Ägypten im November 2016.

Der Spornkiebitz in Kenia im Mida Creek

Der Spornkiebitz in Kenia im Tsavo Ost Nationalpark

Auch in der Trockensavanne des Tsavo Nationalparks ist der Spornkiebitz anzutreffen. Hier stolziert er zielstrebig zu den  Überresten von Elefantenkot in unmittelbarer Nähe zu den Wasserlöchern und versucht so seine Insektenbeute zu finden.

Der Spornkiebitz in Ägypten

Beschreibung

Der Spornkiebitz kann eine Körperlänge von 26 cm erreichen und in seiner Gefiederfärbung ist er unverwechselbar, Kopf bis in Augenhöhe schwarz, wie auch die Kehle, der übrige Hals, Nacken und Gesicht ist weiß, von der Schulter bis zum Bauch ist wieder das Gefieder schwarz. Der Rücken und die Oberseite der Flügel sind braun gefärbt.
Seinen Namen verdankt der Spornkiebitz einem Sporn der jeweils am oberen Rand eines Flügels wie eine Kralle im Gefieder versteckt ist.

Fortpflanzung

Die Brutzeiten liegen in den regional sehr unterschiedlichen Trockenzeiten. Die Nester werden meist unweit von Gewässern in einer Erdmulde vom Männchen angelegt und weich ausgepolstert. Ein Gelege umfaßt etwa 2-4 Eier. Beide Elterntiere wechseln sich beim Brüten ab. Es soll auch beobachtet worden sein, dass sie das Nest abdecken und das Brüten teilweise der Sonne überlassen, obwohl sie dabei das Gelege extrem scharf bewachen. Die Brutzeit beträgt etwa 21 – 23 Tage.

Nahrung

Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten verschiedener  Arten und deren Larven. Aber auch Weichtiere, Würmer und kleine Fische können zur Nahrungsbeute zählen.

 

Fotos : (c)  Michael Kürschner (9), Christel Selke (1)