Laevicaulis alte

Systematik

Tropisches Lederblatt
Laevicaulis alte

Ordnung: Pulmonata – Lungenschnecken
Unterordnung:
Systellommatophora

Familie : Veronicellidae
Gattung : Laevicaulis
Art: Laevicaulis alte

Trivialname

deutsch: Tropisches Lederblatt, englisch: Tropical leatherleaf,
französisch: —-, swahili: —-, afrikaans: —-,

Vorkommen

Die natürliche Heimat vom Tropischen Lederblatt –  Laevicaulis alte ist nicht genau geklärt, wahrscheinlich stammt sie aber aus  Afrika südlich der Sahara aus West- oder Ostafrika. In Südostasien, im indopazifischen Raum, Australien und China gilt sie als eingeführt und bereits etabliert, sie wird daher auch als stark invasive Art eingestuft und als Gefahr für das einheimische Ökosystem

Fundort

In der Umgebung von Serekunda in großen parkähnlichen Gärten nahe der Küste, Gambia 2019

Tropische Lederblatt – Laevicaulis alte in Gambia
Tropische Lederblatt – Laevicaulis alte in Gambia

Beschreibung

Das tropische Lederblatt ist eine terristische Landschnecke aus der großen Ordnung der Lungenschnecken (Pulmonata). In ihrer Lebensweise sind sie dämmerungs- und nachtaktiv.
Der überwiegend dunkel gefärbte Körper von  Laevicaulis alte ist länglich-elliptisch und abgeflacht und adulte Tiere können ausgestreckt eine Körpergröße von 6 – 8 cm erreichen. Der volkstümliche Name „Lederblatt“  kommt von dem dicken ledrigen Mantelschild, der den Rücken schützend bedeckt. Der Kopf ist völlig unter dem Mantelschild verborgen und von den verhältnismäßig kleinen Tentakeln sieht man meist auch nur die beiden oberen, wenn das Tier aktiv ist.

Fortpflanzung

Diese Schnecken sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig. Die weibliche Genitalpore (Geschlechtsöffnung) sitzt mittig auf der rechten Seite des ledrigen Mantelschildes, die männlichen Geschlechtsorgane sind nur schwer erkennbar und liegen auf der rechten Seite an der Basis des unteren Tentakels. Wie bei den meisten landlebenden Schnecken kann die Paarung bis zu 60 Minuten andauern. Die Schnecken sind eierlegend.

Nahrung

Die genauen Nahrungsgewohnheiten in ihren natürlichen Lebensräumen sind noch nicht ausreichend erforscht, doch scheint sicher zu sein, dass sie reine Pflanzenfresser sind.

Fotos. (c) Michael Kürschner (3)