Agama agama

Systematik

Westafrikanische Siedleragame
Agama agama

Ordnung: Squamata – Schuppenkriechtiere
Familie : Agamidae – Agamenartige
Gattung : Agama
Art: Agama agama
Unterart: Agama agama agama

Von dieser Siedleragamenart Agama agama gibt es mehrere westafrikanische Unterarten. Die ehemalige Unterart in Ostafrika Agama agama lionotus hat nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen (2005) inzwischen den Status einer eigenständigen Art Agama lionotus erhalten.

Trivialname

deutsch: Westafrikanische Siedleragame, englisch: —-,
französisch: Agame des colons, Margouillat,
swahili:
—-, afrikaans: —,

Vorkommen

Südlich der Sahara vom Senegal und Gambia im äußersten Westafrika bis nach Gabun in Zentralafrika. Man kann diese Agamenart in verschiedenen Landschaftsformen antreffen. Steinige Gebiete, Buschwerk und Bäume scheinen sie  in Trockengebieten zu bevorzugen, seltener in Feuchtgebieten und nicht in Regenwäldern. Bevorzugter Lebensraum sind trockene Steppen und Savannen mit zum Teil felsigen Gegebenheiten.

Fundort

Verschiedene Gebiete im Senegal und ausschließlich in Trockengebieten bis zur Küste mit Baumbestand 1998.

Beschreibung

Die westafrikanische Siedleragame liebt die Sonne und das intensive Licht, denn nicht selten habe ich beobachten können, wie die Siedleragamen  ein wohltuendes Sonnenbad nahmen im heißen Sand oder auf Steinen. Bei starker Bewölkung waren sie nur schwer zu finden, als wären sie Geschöpfe der Sonne.
Die prachtvolle gelbe Kopffärbung der Männchen bildet sich bei genügend Wärme und intensiver Sonne. Hier im Senegal handelt es sich um eine gelbköpfige  Art. Die weiblichen Tiere sind wesentlich schlichter gefärbt und etwas kleiner, haben aber auch  besonderen Farbmerkmale während der Fortpflanzungsphase. Diese Siedleragamen können in freier Natur etwa 35 cm Körperlänge erreichen.

Agama agama Männchen der Westafrikanischen Siedleragame im Senegal

Fortpflanzung

In der Regenzeit findet gewöhnlich die Eiablage statt, die eigentlich Paarungszeit liegt meist noch in der Trockenzeit, dann zeigen die Weibchen an den Flanken auch ihre gelben bis orangenen Farbflecken. und die Männchen ihren leuchtend gelben Kopf. Die 6 – 10 Eier werden vom Weibchen in eine Sandmulde gelegt, die sie anschließend wieder mit Sand überdeckt. Im feuchtwarmen Sandboden entwickelt sich das Gelege bis zum Schlüpfen der Jungtiere in einem Zeitraum von etwa 8 Wochen.

Nahrung

Agamen sind nicht wählerisch in ihrer Nahrung. Alles was sie schnappen und verschlingen können steht auf dem Speiseplan, wobei Insekten wohl die Hauptbestandteile ihrer Ernährung sind. Wo ich die Siedleragamen antraf, war das Angebot riesig.

 

Fotos : (c) Michael Kürschner (7)