Heliotaurus ruficollis

Systematik

Heliotaurus ruficollis
Rothalsiger Schwarzkäfer

Ordnung: Coleoptera – Käfer
Familie : Tenebrionidae – Dunkelkäfer
Gattung : Heliotaurus 
Art: Heliotaurus ruficollis

Trivialname

deutsch: Rothalsiger Schwarzkäfer, englisch: —-,
französisch: —-, spanisch: Escarabajo de cuello rojo

Vorkommen

Heliotaurus ruficollis ist im westlichen südeuropäischen Mittelmeerraum stark vertreten und kommt besonders auf der iberischen Halbinsel vor, aber auch in Nordafrika ist er in den Länder Algerien und Tunesien keine Seltenheit. In Tunesien beschränkt sich sein Vorkommen auf die Regionen im Norden des Landes in Regionen um Karthago und Cap Bon. 

Fundort

Kerkouane, auf reichblühenden Wiesen einer antiken archäologischen Stadtanlage an der Cap Bon Spitze im Nordostteil Tunesiens im Mai 2026

Bild 1: Heliotaurus ruficollis findet man in ihrer typischen Art immer auf sonnenreichen Plätzen auf ihren Nahrungsquellen, den Blüten im Frühling. 

Beschreibung

Kleiner zierlicher Käfer, der eine Körperlänge von 8 – 10 mm erreichen kann. Auffallend ist die tiefrote bis orangerote Färbung des Thorax, während der langgestreckte Körper glänzend schwarz erscheint.
Neben Bienen und Schwebfliegen fungiert der adulte Heliotaurus ruficollis auch als wertvoller Bestäuber. 

Fortpflanzung

Der Paarungszeitraum adulter Tiere liegt in den Monaten April bis Juni. Nach einer erfolgreichen Kopulation werden die Eier direkt auf den Blüten oder anderen Teilen ihrer Nahrungspflanze abgelegt. Die Eier fallen auf Dauer auf den Boden und die frisch geschlüpften Larven verkriechen ziemlich schnell in den Erdboden oder unter verrottendes Holz.

Nahrung

Die adulten Käfer ernähren sich ausschließlich von Blütenbestandteilen, man findet sie daher auch zahlreich an sonnigen Plätzen reichhaltiger Blütenwiesen in den Monaten April bis Juni. Während der adulte Rothalsige Schwarzkäfer die pralle Sonne bevorzugt, leben die Larven im verborgenen und ernähren sich hauptsächlich von verrottendem Holz und anderen zersetzenden Pflanzenteilen.

 

Fotos: (c) Christel Selke (2)