Saharafrosch

Systematik

Pelophylax saharicus
Saharafrosch

Ordnung: Anura – Froschlurche
Familie : Echte Frösche – Ranidae
Gattung : Pelophylax
Art: Pelophylax saharicus

Es gibt keine Unterarten

Trivialname

deutsch: Saharafrosch, Wüstenfrosch, englisch: Sahara Frog, North African Water Frog,
französisch: Grenouille verte d’Afrique du Nord,

Vorkommen

Der Saharafrosch hat in Nordafrika ein großes Verbreitungsgebiet, es reicht im Westen von der nördlichen Westsahara, Marokko dem nördlichen Algerien, Tunesien, dem nördlichen Libyen bis in die Wüstenregionen im nordwestlichen Ägypten bis in die Nildeltaregion. Aber auch in der algerischen Zentralsahara ist diese Froschart bekannt. Auf den Kanarischen Inseln ist er eingeführt und ausgesetzt und somit nicht endemisch.
Saharafrösche haben ihren Lebensraum in Oasengewässern und salzhaltigen Seen in einer absolut trockenen Landschaftsumgebung.mit zum Teil sehr hohen Temperaturen. Neben seinem Vorkommen in den Wüstenoasen ist er auch in den Gebirgszonen weit über 2000 m Höhe beheimatet. 

Bild 1: Ein Biotop vom Saharafrosch.  Ein flaches und schmales Fließgewässer zieht sich durch die steinige Landschaft in Südtunesien. Im Hintergrund sieht man ein mit Pflanzen bewachsene Fläche in der sich das Wasser im Wüstenboden staut. Durch das lautstarke charakteristische Quaken der Saharafrösche wurden wir angelockt.und konnten so das aktive Balztreiben der Männchen beobachten. 

Fundort

Mit fließendem Quellwasser versorgte Wüstenoase im Süden Tunesiens in einer sandig, steinigen und sehr trockenen Umgebung im Mai 2026.

Bild 2: Dieses Foto zeigt deutlich, dass der Saharafrosch zu den Wasserfröschen zählt. Deutlich erkennt man an seinen hinteren Extremitäten die ausgeprägten Schwimmhäute zwischen den Zehen. Sie sind zwar gute Schwimmer, nutzen aber auch gern den Pflanzen- bzw. Algenteppich als Aufenthaltsfläche. Bild 3: Im Verhältnis zur Kopfgröße haben sie sehr große Augen, die hilfreich sind  bei ihrer nachtaktiven Lebensweise. Bild 4: Die Färbung kann je nach Vorkommen auch unterschiedlich sein. In Tunesien haben wir nur die überwiegend grünlich gefärbten Tiere gesehen. 

Beschreibung

Der Saharafrosch ist ein verhältnismäßig große Froschart, die in den trockenen Landschaftszonen Nordafrikas mit ihren sehr geringen Wasserflächen als sehr anpassungsfähiger Wasserfrosch beheimatet ist. In seiner Färbung ist er sehr variabel und erschein je nach Region in grünbräunlich, dunkelgrün oder in hellgrün, allen gemeinsam ist aber die Fleckenzeichnung, wobei sie an den Hinterbeinen eher gestreift sind. Typisch für einen Wasserfrosch sind die Schwimmhäute an den Hinterfüßen für eine optimale und schnelle Bewegung im Wasser. Die großen Augen haben eine waagerechte Pupille und das hinter den Augen liegende Trommelfell ist deutlich erkennbar. Die weiblichen Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 10 cm, wobei die Männchen kleiner bleiben. Die Männchen haben als antomische Merkmale zwei Schallblasen und stärkere Arme.
In ihrer Lebensweise sind die Saharafrösche hauptsächlich nachtaktiv und nur in der Balzzeit sind die Männchen mit ihren lautstarken Schallblasen auch tagsüber aktiv. Wir haben sie im Mai 2026 gegen Mittag bei deutlich über 30 Grad C in der vollen Sonne beobachten können. 

Fortpflanzung

Bereits nach einem Jahr können Saharafrösche ihre Geschlechtsreife erlangen, auch wernn sie noch nicht ausgewachsen sind. Die Männchen sind überwiegend territorial und halten in der Balzzeit größere Abstände zu ihren männlichen Konkurenten ein, was ich auch beobachten konnte in den schmalen Fließgewässern mit einem dicken Algenteppich. Näherten siesich doch, sprangen sie gleich auseinander ohne sich zu bekämpfen. Saharafrösche gelten als sehr fertil, wobei die Weibchen bis zu 10000 Eier im Wasser absetzen. Die Kaulquappen beginnen meist in einem Alter von vier Monaten mit der Metamorphose. 

Nahrung

Der Saharafrosch benötigt für seine Nahrung eine tierische Kost die überwiegend aus Gliederfüßer besteht, wobei Käfer und Larven zur bevorzugten Beute zählen. Auch kleine Amphibien, kleine Jungfische können wie die Eier der Brut Bestandteil ihrer Nahrungs sein. 

 

Fotos: (c) Michael Kürschner (4), Christel Selke (1)