Systematik
Chinesischer Klebsame
Pittosporum tobira
Ordnung: Apiales – Doldenblütlerartige
Familie : Pittosporaceae – Klebsamengewächse
Gattung : Pittosporum
Art: Pittosporum tobira
Trivialname
deutsch: Chinesischer Klebsame, Pechsame, englisch: Cheesewood flowers,
französisch: Pittospore du Japon,
Vorkommen
Vermutlich liegt die Heimat des Chinesischen Klebsamens im ostasiatischen Raum. Bekannte Vorkommen erstrecken sich von Südkorea, Taiwan, der Volksrepublik China und Japan. Zwischenzeitlich auch als Zierstrauch weltweit bekannt und gilt somit in Europa und Afrika als eingeführter Strauch für große Park- und Gartenanlagen.
Fundort
Große parkähnliche Gartenanlage in Hammamet in Tunesien im Mai 2026.
Bild 1 und 2: Ausgereifter Blütenstand der sich bereits gelb verfärbt hat. Bild 3: Blütenstand und ungeöffnete Blütenknospen.
Bild 4: Ältere Laubblätter von der Chinesischen Klebsame. Bild 5: Junger Trieb mit noch hellgrünen Laubblättern. Bild 6: Hauptstamm eines sehr alten Strauches mit seiner typisch gefärbten Borke.
Beschreibung
Immergrüner Strauch der eine natürliche aufrechte Wuchshöhe zwischen 5 und 12 Metern erreichen kann. Moderne Zuchtformen bleiben deutlich niedriger in der Wuchshöhe. Die bis 12 cm langen Laubblätter sind fest und ledrig, oberseits sattgrün gefärbt. Besonderes Merkmal ist die auffällige Mittelrippe der Blätter. Die Klebsame ist bekannt für ihren sehr intensiven Duft in der Blütezeit von März bis in die ersten Junihälfte. Die Blüten sind doldenartig angeordnet und haben als Einzelblüte eine Breite von bis zu 2,5 cm. Frische Blüten erscheinen zunächst reinweiß und verfärben sich mit der Zeit leuchtend gelb. Der Name Klebsame stammt von den kapselartigen Früchten, sie enthalten viele Samen, die von einer stark klebrigen Masse umgeben sind. Mit diesem natürlichen Trick haftet das leuchtend rote Fruchtfleisch aus der weitgeöffneten Kapselfrucht, um Vögel zum Verspeisen anzulocken.
Nutzung
Seine Nutzung beschränkt sich auf Zucht und Anbau als Zierstrauch. In Nordafrika kann er bedenkenlos überwintern und nur in Mitteleuropa ist er nicht winterhart.
Fotos: (c) Michael Kürschner (3), Christel Selke (4)





