Hells Kitchen

Kenia

Land und Leute in Kenia
Landschaften

Ein Sandstein Canyon als Naturschutzgebiet
Hells Kitchen bei Marafa
Ein abenteuerlicher Ausflug in die Umgebung von Malindi

Wandern im Naturwunder Hells Kitchen

Im berühmten “Baedeker Reiseführer” fanden wir für die Umgebung von Malindi den Hinweis auf eine sehenswerte Landschaft die nur 45 km nordwestlich von Malindi entfernt als Hells Kitchen bekannt ist. Eine atemberaubende und farbenprächtige Landschaft im östlichen Kenia, die durch Erosionen von Wind und Regen sich über Jahre ständig verändert.
Da aber diese Höllenküche von Kenia nirgends im Angebot lag und wir unbedingt die Landschaft erleben wollten, organisierten wir mit “Alphonce” einem einheimischen Freund, den wir am Strand vom Coconut Village kennenlernten einen Ausflug in den Sandstein Canyon.

In einer Gruppe von insgesamt 9 Personen, die alle im Coconut Hotel wohnten fuhren wir zwei Tage später in einem alten klapprigen Landrover von Malindi in nördlicher Richtung. Nach überqueren des Sabaki River bogen wir links ab in Richtung Marafa. Entlang einer herrlichen Landschaft ging es über eine sehr holprige rotsandige Landstrasse, die unser Sitzfleisch arg strapazierte.
Nach dem wir den kleinen verschlafenen Ort Marafa auf der sandigen Durchgangsstrasse passiert hatten signalisierte am Ortsausgang ein Schlagbaum, dass wir nicht mehr weit entfernt waren von unseren Ziel Hells Kitchen zu erreichen. Noch einmal rechts abbiegen von der Piste und man erreicht in etwa 500 m die Höllenküche.

Impressionen von Hells Kitchen bei Marafa
einer bizarren Felsenlandschaft in einem farbenprächtigen Sandstein Canyon

Endlich am Ziel angekommen, wird man von der grandiosen Natur überwältigt und jeder strapaziöse Fahrkilometer auf sandiger Piste über Land ist rasch verdrängt. Der Sandstein Canyon liegt nun vor unseren Füßen. Noch bevor wir die Höllenküche zu Fuß durchqueren werden, sind wir beindruckt von der bizarren Landschaft von Hills Kitchen.
Nach einer kurzen Rast begaben wir uns mit einem Führer zu einen steilen Pfad, der uns direkt durch das Canyon führt
Jetzt erlebten wir das Naturwunder “Höllenküche” von Hells Kitchen, denn bei sengender Hitze und steilen Wegen, war die Wanderung sicherlich nicht leicht, wobei man zusätzlich auf den weichen Gesteinsboden achten musste, der durch seine sandige Beschaffenheit einem leicht ins Rutschen bringen konnte.
Wir wurden aber ausreichend belohnt durch einzigartige Bilder einer kenianischen Landschaft, die viel zu wenig bekannt ist und sicherlich eine größere Aufmerksamkeit verdient hat.
Vielfach findet man im Canyon glatte Lavabrocken, wie auch hier auf der Plattform dieses “Tafelberges”, obwohl uns weit und breit keine vulkanische Aktivität in der Gegend bekannt ist. Man geht aber davon aus, dass diese Landschaft in der Zeit entstanden ist, in der das vulkanische Rift Valley, der große afrikanische Grabenbruch sich gebildet hat. Vulkanische Gesteinsbrocken auf dem „Tafelberg“ in Hells Kitchen lassen diese Ansicht vermuten.
Da der Sandstein Canyon Hells Kitchen von Malindi nur etwa 45 km entfernt ist und je nach Straßenbeschaffenheit mit dem Auto in 1:30 Stunden erreichbar sein kann, lohnt sich dieser Ausflug, den wir mit dem Prädikat “Sehenswürdig” einstufen würden.

Tipps für eine Wanderung durch Hells Kitchen

Unbedingt auf festes Schuhwerk achten mit starker Profilsohle und schützen Sie Ihre Haut vor der intensiven Sonnenbestrahlung, da im Canyon selbst kaum Schatten vorhanden ist. Die Mitnahme einer Wasserflasche ist ratsam und sehr wichtig, denn der Durst kommt bei der Hitze im Talkessel von Hells Kitchen schneller als man sich vorstellen kann.

 

Fotos: © Michael Kürschner (12)