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Systematik
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Riesenmuschel
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Klasse
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Bivalvia - Muscheln
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Ordnung:
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Veneroida
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Familie
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Tridacnidae - Riesenmuscheln
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Gattung
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Tridacna
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Art
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Tridacna gigas - Große Riesenmuschel
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Tridacna maxima - Grabende Riesenmuschel
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Tridacna squamosa - Schuppige Riesenmuschel
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Vorkommen
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Indopazifischer Ozean von Ozeanien bis zur Küste in Ostafrika. Bevorzugt sonnenreiche klare Gewässer und keine zu starke Brandung.
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Gesichtet in Kenia in den vorgelagerten Riffen bei Malindi (2004) und an der Südküste an der Diani Beach von 1996 - 2009. Örtliche Gegebenheiten auf den Riffdächern: Ebbe, niedriger Wasserstand mit einer Tiefe von bis zu 50 cm Wassertemperatur etwas über 32 Grad C. zwischen all den Korallenstöcken und Steinen eingebettet - führt sie ein sehr ruhiges und sesshaftes Leben.
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Beschreibung
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Die gewellte Schale dieser Riesenmuschel kann im Extremfall bis zu 140 cm lang werden und ein Gewicht von nahe 200 kg erreichen. Die beiden anderen erwähnten Arten der Riesenmuscheln bleiben erheblich kleiner und werden bis zu 40 cm groß, haben aber eine ähnliche Lebensweise. Die Färbung kann variieren.
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Nahrung
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Wie alle Muschelarten, ernährt sich auch Tridacna gigas von pflanzlichen und tierischen Kleinstlebewesen ( Plankton ), die sie aus dem Meerwasser heraus filtert.
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Um ihre Nahrung mit lebenswichtigen Nährstoffen anzureichern, lebt die Riesenmuschel mit einem Millionenheer an Mikroalgen auf ihren Mantellappen einträchtig in Symbiose. Die einzelligen Algen genießen den sonnigen Platz, den ihnen die Riesenmuschel garantiert. Durch den Austausch ihrer Stoffwechselprodukte entsteht so eine friedliche und einzigartige Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen. Die Algen bekommen die Fläche und den Dünger zum Leben und die Riesenmuschel wertvolle Kohlenhydrate und den notwendigen Sauerstoff.
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Besonderheiten
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Wie die meisten Riesenmuschelarten ist auch die Tridacna gigas eine grabende und festsitzende Muschel, die sich im Kalkstein der Riffe eingraben. Eigentümlich ist somit auch ihr organisch angelegter Körperbau, denn ihr gesamter Mantel mit der Schale ist um 180 Grad gedreht, so dass der Rücken des Tieres zum freien Schalenspalt, der Bauch aber gegen das Schloss gerichtet ist. Diese Verschiebung hängt mit der ständig festsitzenden Lebensweise zusammen.
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In Europa hat sie zu unrecht einen bösen Ruf als “Mördermuschel”. Uraltes und niemals bestätigtes “Taucherlatein” berichtet von Menschen, die von der Muschel festgehalten wurden und ertranken und Horrorgechichten von abgerissenen Gliedmaßen gaben ihr den fürchterlichen Beinamen. Zoologen belegen heute allerdings das Gegenteil von den Schauergeschichten, weil das langsame schließen der Muschelschale all die grausamen Geschichten einer Mördermuschel widerlegt. Einheimische Kenianer haben sich über diese Geschichten immer gewundert, weil ihnen die Tridacna nicht als “Mördermuschel” bekannt war.
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Die Tridacna-Arten stehen heute nach dem WA in Anhang I, sie dürfen nicht getötet und gehandelt werden. Diese strengen Artenschutzbestimmungen wurden nötig, weil ihre Populationen rückläufig sind. Wenn man also in Kenia beim Tauchen oder Riffwandern dieser Tierart begegnet, sollte man sich freuen und den Anblick genießen, solange es diese Tierart noch auf Erden gibt.
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Fortpflanzung
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Riesenmuscheln sind hermaphrodit und bilden somit die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane aus.
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Fotos:Copyright M. Kürschner (5), Ch.Selke (1)
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