Safari Afrika - Tierwelt - Kenia

 Felsenpython - Python sebae

Der Felsenpython kann als Afrikas größte Schlangenart Vertrauen zum Menschen finden

Eine fast ausgewachsene Felsenpython in Nordkenia

 

Junger Felsenpython - Python sebae

 

Fotos: Copyright Michael Kürschner 2007/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Systematik

Nördlicher Felsenpython

Ordnung:

Squamata - Schuppenkriechtiere

Familie:

Boidae - Riesenschlangen

Gattung:

Python

Art:

Python sebae - Nördlicher Felsenpython

Es sind Unterarten bekannt.

Vorkommen

Der Felsenpython lebt sowohl in den Regenwäldern als auch in den Buschsavannen und Steppen in ganz Afrika südlich der Sahara. In Ostafrika bzw. in Kenia nicht selten. Kommt auch im Senegal und Gambia vor. Bevorzugt immer die Nähe zum Wasser und feuchten Gebieten. Es sind sogar Fundorte in Sumpfgebieten und in Mangrovenwäldern bekannt.

Nicht giftig !

Beschreibung

Erreicht eine Länge von 8 m und je nach Lebensraum auch nur 3 - 6 m. Er hat einen schlanken aber kräftigen Körperbau. Sein breiter Kopf setzt sich deutlich vom Hals ab.m Er kann gut klettern und schwimmen, während sich jüngere Exemplare wesentlich häufiger in Bäumen und Sträuchern aufhalten, werden sie im Alter eher bodenständiger.

Der Felsenpython ist nachtaktiv und lebt am Tage gerne in verlassenen Tierhöhlen und Erdlöchern. Im Gegensatz zur wesentlich kleineren Königspython ist diese Art weniger aggressiv und eher ruhig, kann aber bei großer Gefahr sich sehr wehrhaft geben mit Schlägen und Bissen. Ein Biss kann durch die langen Zähne beim Menschen schwere und tiefe Wunden reißen. Als  nicht giftige Art ist der Python ein Würger, der seine Beutenahrung nach dem festen Biss umschlingt und dann mit dem Kopf zuerst verspeist.

Das noch junge Gesicht eines 10 Monate alten Felsenpython

Fortpflanzung

Der Felsenpython gehört zu den wenigen Schlangenarten, die das Eigelege selbst ausbrüten. Bei diesem Brutverhalten ringelt sich das Weibchen um das Gelege und gleichzeitig erhöht sich wie bei den Vögeln die Körpertemperatur. Während der Brutzeit verlässt das Weibchen nur sehr selten ihr Gelege und nach etwa 80 Tagen schlüpfen die Jungen, die schon zur Geburt eine Körperlänge von 50 - 60 cm haben können.

Eine Befruchtung muss nicht unmittelbar nach der Begattung stattfinden, da die Spermien in der Kloakentasche der Weibchen längere Zeit am Leben bleiben. Die Eiablage erfolgt im allgemeinen etwa 3 - 4 Monate nach der Befruchtung. Eine Gelegegröße kann zwischen 70 - 100 Eier betragen.

Nahrung

Überwiegend Kleinsäuger z.B. Nagetiere aber auch kleine Gazellen, Antilopen oder Vögel. Kein Nahrungsspezialist.

 

 

 

 

 

 

Wir haben den Felsenpython in der Crocodile Farm bei Malindi fotografieren können, wo sie in einer riesigen überdachten Freianlage leben. Hier erfährt man vom Experten alles über die Lebensweise dieser Schlangenart und man kann sie aus nächster Nähe sehr gut beobachten, berühren oder gar auf den Arm nehmen. Auch wenn wir aus großer Neugierde vieles über die afrikanische Schlangenwelt erfahren wollten, so käme es uns im Intersse der Tiere nicht in den Sinn, einen Felsenpython in einem Terrarium zu halten. Gemäß WA gehört der Felsenpython in den Anhang II zu den gefährdeten Tierarten und sollte nur in seinen afrikanischen Heimatländern geschützt und geachtet werden.